worte.heilen.bedeutsam

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Dieser Impuls ist für den 4. Sonntag im Jahreskreis im Lesejahr A, den wir am 31.01./01.02.2026 begehen.
Wir hören im Evangelium die Bergpredigt und nach dem Gottesdienst wird – im Vorgriff auf den 03.02., dem Gedenktag des hl. Blasius – der Blasius-Segen gespendet.

Der nachfolgende Impuls versucht eine Verbindung der Bedeutung aus der Bergpredigt zu dem Blasius-Segen zu schaffen.


„How many roads must a man walk down …?“
Viele kennen dieses Lied von Bob Dylan, „Blowing in the Wind“.
In einer deutschen Übertragung heißt es an einer Stelle:
„Wie viele Worte macht heut mancher Mann
und lindert damit keine Not?“

Bild von Thomas G. auf Pixabay

Diese Zeile hat nichts von ihrer Aktualität verloren – vielleicht ist sie heute sogar noch treffender als damals.
Auch heute wird viel geredet. Sehr viel.
Aber oft wird dabei erstaunlich wenig gesagt.

Und das sage ich nicht ohne eine gewisse Selbstkritik.
Auch ich selbst merke, wie schnell ich mich im Reden verliere,
wie Worte produziert werden, ohne wirklich etwas zu verändern.

Vieles bleibt folgenlos.
Und genau damit sind wir wieder bei diesem Lied.

Ganz anders die Worte, die wir heute in der Bergpredigt hören.
Sie sind von einem anderen Kaliber.
Keine langen Erklärungen, keine ausschweifenden Reden –
sondern kurze, klare, zugespitzte Sätze.

Es sind relevante Worte.
Worte, die vielleicht nicht sofort äußere Umstände verändern,
aber die innere Haltung,
die Sicht auf das eigene Leben,
die Art, wie ich mit dem umgehe, was mir zugemutet ist.

Die Worte der Bergpredigt tun gut.
Sie können stärken, geduldig machen, helfen auszuhalten.
Sie lehren, nicht vor der Wirklichkeit des eigenen Lebens zu fliehen –
weder in eine Traumwelt noch in eine virtuelle Scheinwelt.
Sie machen widerstandsfähiger, weil sie Hoffnung zusprechen.

Darum sind diese Worte für mich relevant:
weil sie Worte der Hoffnung sind,
Worte einer heilsamen Zusage.

Eine solche heilsame Zusage begegnet uns heute auch im Blasius-Segen,
den Sie am Ende des Gottesdienstes empfangen können.
Er steht nicht in Konkurrenz zur medizinischen Heilkunde –
sondern ergänzt sie.
Er legt uns die Verheißung auf den Kopf:
Du bist nicht allein.
Dein Leben wird gesegnet sein, weil GOTT es so will!

Vielleicht ist das die Einladung dieses Sonntags an uns:
den wirklich relevanten Worten mehr Raum zu geben
als dem belanglosen Geschwafel.
Worten, die tragen.
Worten, die heilen.
Worten, die Leben verändern –
mitunter leise, aber nachhaltig.

Berg der Seligpreisungen – Bild von dozemode auf Pixabay