Erinnerung an unvorstellbarer Verfolgung und Ermordung von Millionen von Menschen, die einherging mit rechter und rassistischer Ideologie und Massendeportationen, die heute wieder rechtes Gedankengut sind, wie in der AfD!
NIE WIEDER ISTJETZT!
Aufklärungspflicht
Bundesgesetz muss her
Die neueste Studie über sexualisierte Gewalt in der evangelischen Kirche und die vorhergebenden Studien aus der katholischen Kirche sowie aus anderen Bereichen, wo sexualisierte Gewalt stattgefunden hat, zeigen, dass die Bereitschaft zur Aufklärung recht unterschiedlich ist.
Die Betroffenen von sexualisierter Gewalt müssen immer wieder die notwendige Aufklärung einfordern. Zudem gibt es keine rechtliche Handhabe, Organisationen, in denen sexualisierte Gewalt stattgefunden hat, zur Aufklärung zu verpflichten!
Das muss anders werden!
Deshalb trete ich dafür ein, dass der Bundesgesetzgeber nun alles dran setzt, dass es eine gesetzliche Aufklärungspflicht gibt, die auch regelt, wie diese Aufklärung zu gesehen hat und welche staatlichen Stellen dabei involviert werden müssen.
„Wir denken an die Menschen, die in den Kirchen sexualisierte Gewalt oder Grenzüberschreitungen erlitten haben; an die, deren Not jahrelang ignoriert oder relativiert wurde, an diejenigen, die bis heute über ihr Leid nicht sprechen können; und an alle, die sich für sie einsetzen.„
aus den Fürbitten am 4. Sonntag im Jahreskreis
Alle Bilder: www.pixabay.com
Nie wieder ist jetzt!
Wehret den Anfängen!
Gut, das unsere Mutter (Jahrgang 1931), das nicht noch einmal erleben muss!
Ihre Erfahrungen von damals müssen uns heute Verpflichtung sein:
Nie wieder Faschismus! Nie wieder Nazis!
Richetta Manager
Eine bewundernswerte Frau – eine großartige Stimme
Wäre ich 2010 nicht Mitglied des Chores „Junger Chor Beckhausen“ geworden, ich hätte wohl kaum persönlich die Sängerin Richetta Manager kennen gelernt, die unter anderem auch einige Zeit lang dem Ensemble des „Musiktheater im Revier“ (MiR) Gelsenkirchen angehörte.
Unser Chor hatte das großartige Glück, viele Male mit Richetta Manager auf der Bühne stehen zu können. Bei ihrem Abschiedskonzert im MiR war unser Chor mit dabei.
Heute erinnere ich mich an einige persönliche Begegnungen zusammen mit ihrem Mann. So wie ich beide kennen gelernt habe, kann ich sagen: es sind wunderbare Menschen.
Als riesiger Freund von Gospels, Spirituals und Souls bekam ich jedes Mal eine Gänsehaut, wenn ich Richetta singen hörte und sie vermag es immer noch, wenn ich Aufnahmen von ihr höre.
Ihr warme Stimme, ihr ausdrucksvoller Gesang hat mich immer fasziniert und ich hätte sie gerne noch unendliche Male live gehört und erlebt.
Heute erfuhr ich davon, dass Richetta Manager gestern, am 15. Januar 2024 gestorben ist.
Ihre Stimme wird nie mehr wieder live zu hören sein. Das bewegt mich sehr und macht mich traurig.
Meine Gedanken und Gebete sind bei ihr und bei ihrem lieben Mann. Meine Gedanken sind bei allen, die zu ihr gehören: ihre Familie, ihre Freunde und alle, die sie mochten und verehrten.
Danke, liebe Richetta, für so viele schöne Momente, die du auch in mein Leben gezaubert hast. Ein herzliches: Vergelt’s Gott!
Ich verneige mich vor dieser großartigen Künstlerin, indem ich hier ein Lied von ihr teile, das einen besonderen Hintergrund hat: „More than ever“.
Die Single „More than ever“ von Richetta Manager entstand als Reaktion auf den Amoklauf an der Sandy Hook Elementary School, Massachusetts2012. Der Song, von Richetta selbst geschrieben und komponiert von Torben Beerboom, trägt eine Botschaft für eine bessere Welt ohne Waffen. Die inspirierenden Zeilen, die am Ende Teil des Liedtextes wurden, reflektieren die drängende Notwendigkeit, gegen Gewalt aufzustehen. Der Song wurde mit der Bewegung „MARCH FOR OUR LIVES“ verknüpft, die sich nach einem weiteren Amoklauf an der Parkland High School in Florida gebildet hatte. „More than ever“ ist sowohl mahnend als auch hoffnungsvoll und setzt sich für eine Welt ein, die frei von Waffengewalt ist.
Der Traktor ist wohl das Symbol dieser Tage: viele Bauern werden in diesen Tagen protestieren, weil die Subventionen für Agrardiesel und die Kfz-Steuer für die Landwirt:innen wegfallen und dadurch Wettbewerbsbenachteiligung und sogar existenzbedrohende Wirtschaftslagen für einzelne Betriebe entstehen können.
„Der Geist ist aus der Flasche“ – so sagte heute der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) im ZDF Morgenmagazin.
Ich kenne mich zu wenig mit der wirtschaftlichen Situation der Landwirt:innen aus, aber ich denke, dass deren Protest nicht grundlos ist.
Und natürlich könnte ein Schritt zur Entlastung der Landwirtschaft sein, diese Vergünstigungen wieder zuzugestehen. Das ist die beste Möglichkeit, um die Lage wieder zu entspannen.
Doch wer jetzt mit einem Finger auf die Regierung zeigt, dessen Hände zeigen mit mehr als einem Finger auf sich selbst zurück.
Denn das eigentliche Problem sind nicht die Maßnahmen der Regierung! Das eigentliche Problem sind wir Verbraucher:innen, die immer noch billige Lebensmittel haben wollen und jedem Billig-Angebot, insbesondere der Discounter, hinterher jagen.
Stephan Weil (SPD) beschrieb es treffend, als er sagte, dass die Milchbäuer:innen vor einem Jahr noch etwa € 0,60 für einen Liter Milch erhielten, heute aber nur noch € 0,36!ch heute nur € 0,36!
Solange Bäuer:innen in Deutschland keinen gerechten Preis für ihre wertvollen Produkte bekommen, werden sie immer an der Finanzspritze der Subventionen hängen bleiben.
Wer also heute unsere Regierung kritisiert und wer dafür sogar gefährliche Allianzen mit antidemokratischen und verfassungsfeindlichen Kräften eingeht, der sollte sich selber fragen, ob er oder sie nicht selber Anlass und Grund für die Krise der deutschen Landwirtschaft sind. Wer nicht bereit ist, gerechte Preise zu zahlen, wer nicht bereit ist auf nachhaltige und ökologische landwirtschaftliche Produktion zu setzen und diese Produkte zu kaufen, ist maßgeblich für die Krise der heutigen Landwirtschaft mit verantwortlich.
Statt auf die Regierung zu schimpfen, brauchen wir eine wirklich nötige Solidarität mit der deutschen Landwirtschaft, die sich auch darin ausdrückt, gerechte und faire Preise für deutsche bäuerliche Produkte zu zahlen!
Rabbi David – so berichtet eine Anekdote – war als Kind gerne beim Versteckspiel dabei.
Einmal spielte er mit einem anderen Kind Verstecken. Rabbi David versteckte sich gut und wartete lange, weil er dachte, sein Freund würde nach ihm suchen. Doch sein Freund suchte ihn nicht. Als Rabbi David aus seinem Versteck kam, konnte er seinen Freund nicht finden und merkte, dass sein Freund ihn nie gesucht hatte. Traurig lief er zu seinem Großvater und erzählte ihm, dass sein Freund ihn nicht gesucht hatte. Der Großvater war auch traurig und sagte: „So ist es auch manchmal mit Gott. Er versteckt sich, damit wir ihn finden, aber wir suchen ihn nicht.“
Der Rabbi glaubt, dass Gott sich verborgen hat wie ein versteckendes Kind. Er denkt, dass dies der Grund für das Leid auf der Welt ist. Wenn Gott unsichtbar bleibt, macht das den Menschen Angst und ist oft der Anfang von Leid. Aber Gott hat sich absichtlich versteckt, damit die Menschen ihn suchen und finden können.
Hier kann ich nun an das heutige Fest anknüpfen: Der verborgene Gott braucht Menschen, die in suchen. Denn im Suchen geht der Mensch einer Sehnsucht nach:
• Wir suchen nach Entscheidungen für unser Leben, die unser Leben sinnvoll erscheinen lassen.
• Wir suchen nach neuen Möglichkeiten, Frieden in unserem Leben zu verwirklichen, weil wir die Sehnsucht in uns spüren, dass Friede und Gerechtigkeit unser Leben sinn- und wertvoll werden lassen.
• Wir suchen nach Gott, weil in uns eine Sehnsucht ist, dass es da jemanden gibt, dem wir unser ganzes Dasein anvertrauen dürfen; dass wir nicht „allein“ gelassen sind; dass es ein Fundament gibt, auf dem unsere Sehnsucht und unser Streben nach Glück, Liebe, Frieden gründet, Halt gibt und auch die Kraft, trotz aller Widerstände und Rückschläge es immer wieder neu zu wagen.
Die Weisen aus dem Morgenland suchen einen neuen König, den vorhergesagten Messias, wie Herodes und seine Berater glauben. Und der Glaube an den Messias ist immer auch verknüpft mit dem Glauben an Heil und Segen. Das Programm des Messias ist Heil und Rettung.
Gott möchte gesucht – und gefunden – werden, so erzählt uns diese kleine Anekdote.
Und die Weisen aus dem Morgenland legen Zeugnis darüber ab, dass Gott selber Zeichen und Hinweise gibt, die helfen, dass die Suche erfolgreich sein kann.
Das heutige Fest ist für mich ein Fest, was innerlich eng verwoben ist mit meiner Sehnsucht, Gott in meinem Leben zu suchen und zu finden. Das heutige Fest sagt mir: achte auf die Zeichen in deinem Leben, die einen Hinweis auf Gott sein sollen. Das heutige Fest sagt mir ferner: es werden kleine und unscheinbare Zeichen sein; es werden Zeichen sein, die wir zu deuten verstehen müssen.
Das ist die Einladung an uns als Glaubensgemeinschaft: diese Zeichen zu ent-decken und sie für uns gegenseitig zu deuten. Und manchmal – wenn wir sie nicht erkenne – kommt vielleicht von Ihnen oder anderen ein Hinweis, der mich darauf stößt, Gottes Spuren in meinem Leben zu entdecken, wo ich sie zu leicht übersehe.