Mein Energiesparbeitrag

Netatmo-Temperaturkurve (Wohnzimmer)

Hier sieht man, wie ich die Temperatur im Wohnzimmer gedrosselt habe, um weniger Energie fürs Heizen zu verbrauchen.



Die Temperaturen gehen komfortabel bis max. 20,5 Grad Celsius. An Tagen mit praller Sonne steigen die Temperaturen wegen der vielen Fenster auch höher an.

In den anderen Räumen habe ich maximal 19 Grad, in der Küche sogar im Mittel noch weniger.

Lediglich im Bad heize ich morgens und abends auf 21 Grad, ansonsten dort auch nur 19 Grad.

Ich bin gespannt, ob es was gegen den Putin-Krieg nutzt!




Adventszeit – Betrugszeit

Vorsicht vor täuschend echt erscheinen Fake-Online-Shops

Quelle: Bild von Mohamed Hassan auf Pixabay

Vorab: Auch ich bin auf heute einen Fake-Online-Shop hereingefallen. Und dabei habe ich gedacht, ich sei besonders vorsichtig unterwegs. Doch nur durch einen ‚Zufall‘ kam ich schnell genug dahinter, um mich schützen und meine Kreditkarte innerhalb weniger Minuten sperren lassen zu können.



Es fing ganz harmlos an. Ich suchte einen elektronischen Haushaltsgegenstand und verglich Online-Angebote.

Dann fand ich ein akzeptables Angebot, das auch überhaupt nicht durch eine ungewöhnliche niedrige Preisgestaltung auffiel.
Also sah ich mir die Lieferbedingungen und das Impressum an, das bei mir kein Misstrauen erweckte.

Da ich die Ware kurzfristig haben wollte, entschied ich mich für ‚Vorkasse‘ (per Kreditkarte!), was mein erster Fehler war.

Bild von Pete Linforth auf Pixabay

Ich legte ein Kundenkonto an und musste meine Registrierung bestätigen durch eine Bestätigungs-Mail, die mich innerhalb weniger Augenblick erreichte – so, wie man es von funktionierenden Online-Shops gewohnt ist.
Ich schloss den Online-Bestellvorgang ab. Nachdem ich den letzten Button geklickt hatte, fiel mir auf, dass ich noch eine Nachfrage zum Artikel hatte.
Also klickte ich das Impressum und die Kontaktdaten an und wählte die dort angegebene Rufnummer. Das war das Entscheidende, wodurch ich stutzig wurde: Die dort angegebene und gewählte Rufnummer war nicht vergeben.

Nun wurde ich doch ziemlich nervös: ich hatte doch meine Kreditkarten-Daten übermittelt …!!!

Also suchte ich nach dem vermeintlichen Geschäftsführer dieser ‚GmbH‘: Fehlanzeige!
Ich recherchierte weiter im Netz: kein weiterer Hinweis auf diese ‚Firma‘.

Jetzt begann ich, alle meine Kaufaktionen und die Emails des ‚Anbieters‘ zu sichern, einschließlich aller Informationen, die ich aus meinem Kundenprofile bei der ‚Firma‘ angegeben habe. Pro forma habe ich umgehend dem Vertrag widersprochen.

Und dann habe ich sofort meine Bank angerufen, bei der ich auch eine engagierte Kundenbetreuerin erreicht habe, die sofort die Sperrung meiner Kreditkarte veranlasst hat.
Nun muss ich schauen, ob versucht wird, von dieser gesperrten Kreditkarte noch Geld zu transferieren. Um ggf. Erstattungsansprüche geltend machen zu können, musste ich die Daten meiner ‚Bestellung‘ sichern.

Ich versuche, daraus zu lernen:

  • Erstkäufe bei einem neuen Anbieter NIE als Vorkasse, auch nicht per Kreditkarten-Zahlung!
  • Wenn unbedingt Vorkasse aus wichtigen Gründen, dann sichere Zahlungsabwickler wählen wie payp** usw.
  • Gibt es Bewertungen zu diesem Anbieter? – Diese dann aufrufen!
  • Einen Anruf bei der hinterlegten Telefonnummer starten, ob das eine existente Rufnummer ist.
  • Auch ruhig den Namen des Anbieters mit dem Suchattribut „fake“ oder „Betrug“ in die Suchmaschine eingeben und schauen, ob es darüber schon Hinweise gibt (Im Nachhinein habe ich festgestellt, dass schon viele Menschen vor mir, auf diese Seite hereingefallen sind und so wurde ich bei trustpilot.com (leider) fündig.

Ich schreibe diesen Beitrag in der Hoffnung, dass ich dadurch andere für solchen Betrugsmaschen sensibilisieren kann und diese vor Schaden bewahrt werden.

Nun werde ich prüfen, welche rechtlichen Schritte (Anzeige) ich weiter einleiten kann.


Noch ein wichtiger Hinweis, um sich selber schützen zu können:

Nimm den Fakeshop-Finger der Verbraucherzentrale als feste Seite mit in deinen Favoriten auf. Und wenn du eine Seite überprüfen möchtest, nutze diesen Dienst!
Hätte ich ihn vor meiner ‚Bestellung‘ genutzt, wäre mir der Schlamassel nicht passiert!




Es fügt sich …

Eigentlich darf man öfter gelassener durchs Leben gehen – das zeigt oft der Rückblick.

So habe ich es auch heute erlebt.

Habe seit gestern einen grippalen Infekt und für übermorgen eine Ladung als Zeuge bei Gericht. Heute bekam ich die Nachricht, dass der Gerichtstermin abgesagt wurde und auch kein Nachfolgetermin angesetzt werden wird.

Manchmal fügt sich das Leben einfach wunderbar! Danke Gott!




Das wichtigste Fest …?

Image by Gerhard from Pixabay

Diana Damrau (Sopranistin) sagte bei einem Interview am 29.11.2022 im zdf Morgenmagazin, dass Weihnachten das ‚wichtigste Fest im ganzen Jahr‘ sei.

Das, was Diana Damrau ausgesprochen hat, ist die Haltung und das Gefühl von vielen Menschen in unserem Land.

Mich macht das immer auch etwas traurig.



Ja, Weihnachten ist wohl das rührseligste christliche Fest, das wir im Jahreskreis begehen: viel Wärme in der Kälte, viel Zärtlichkeit in der Härte, viel Licht in der Dunkelheit, das Kleine im Großen, das Verletzliche in der Brutalität, … all das geht an Gefühlen und Sehnsüchten von diesem Fest aus. Und das soll es auch.

Doch nach christlichem Verständnis ist das längst nicht das Wichtigste und das Größte, was wir als Christ:innen feiern können und woran wir glauben.

Denn das Wichtigste und das Größte ist, dass wir das

Leben

feiern, trotz Sterben und Tod.

Da das Größte, was wir feiern zugleich mit einem der größten Tabus in unserer Gesellschaft einher geht – nämlich dem Sterben und dem Tod -, wird es von vielen von uns ausgeblendet.

Dabei: seit Weihnachten, seit der Geburt Jesu in Betlehem, strebt doch SEIN ganzes Leben hin auf sein erlösendes Sterben und seinen erlösenden Tod, der nicht das letzte Wort hat, sondern das

Leben

in SEINER Auferstehung!

Um es auf den Punkt zu bringen: Krippe und Kreuz gehören zusammen!

In einem kleinen Beitrag mit einem Bild der Künstlerin Beate Heinen wird dieser Zusammenhang ‚anschaulich‘ dargestellt:
https://www.elukifa.de/gw/gbrief/200612.php

Es lohnt sich, dieses Bild zu betrachten, denn es lässt nichts fehlen, was uns an Weihnachten so wichtig ist, aber verbindet es zugleich mit dem ‚Mysterium‘ des Lebens Jesu Christi, das – irdisch gesehen – am Kreuz endet, aber dessen Ende nicht das Kreuz ist und bleibt, sondern das Leben über den Tod hinaus.

Nun aber: schau dir doch noch mal das Bild ganz oben an.

Vielleicht fällt es dir jetzt, nach meinen Gedanken auf: augenscheinlich, sehen wir hier eine Krippendarstellung, wie sie uns bekannt ist, die Geburtsszene auf den Feldern von Betlehem.
Doch wenn wir uns den Stern im Hintergrund anschauen, dann können wir es auf den zweiten Blick ganz deutlich erkennen: im Stern zeichnet sich zugleich das Kreuz ab.

Für mich bleibt das wichtigste christliche Fest im ganzen Jahr das Osterfest. Daran möchte ich festhalten, auch wenn diese Sicht über den Tellerrand des Todes hinaus, vielen Menschen in heutiger Zeit so schwer fällt.




Gesegnete Adventszeit

Foto: Gerd Wittka, 2022

Wo draußen alles schon ziemlich weihnachtlich ist und der Kommerz keine adventliche Ruhe aufkommen lässt, haben wir heute am Vorabend des 1. Adventssonntag das neue Kirchenjahr besinnlich begonnen.



Den ersten Teil der Eucharistiefeier haben wir ganz bewusst besinnlich gehalten mit Musik und Texten, mit Ruhe und auch traditionellen Adventsliedern.

Den Altarraum haben wir bewusst in den Farben des Advents gehalten.

Für die Gemeinde und für mich war das eine neu gestaltete Form. Mit dieser Gemeinschaft darf ich aber solche neuen Wege gehen. Und das macht auch für mich diese Gottesdienste in der Krankenhauskapelle so wertvoll.


Exkurs: Krankenhaus-Seelsorger als Tausendsassa

Als Krankenhaus-Seelsorger ist man heute manchmal auch ein Tausendsassa.
Das habe ich in diesem Jahr in beiden Krankenhäusern, in denen ich Dienst tue, deutlich erleben können.
Im AMEOS-Klinikum St. Clemens kümmern sich mein Kollege und ich auch darum, dass die Kapelle adventlich gestaltet wird: Adventsgesteck mit LED-Kerzen besorgen, damit auch über Tag die 'Kerzen brennen' können - ohne Brandgefahr. Den Altar dekorieren. Und eineinhalb Stunden vor dem Gottesdienst habe ich die dekorative Beleuchtung für den Altarraum aufstellen müssen, die nach dem Gottesdienst natürlich auch wieder abgebaut werden musste (siehe Bild oben!).
Deshalb bin ich sehr dankbar, dass ein Gottesdienstteilnehmer auch schon 40 Minuten vor dem Gottesdienst da ist und den eigentlichen Küsterdienst übernimmt, in dem er alles für den Gottesdienstablauf herrichtete.
Im anderen Krankenhaus bekamen wir jedes Jahr für die Kapelle einen Adventskranz von der Klinik gestellt. Doch in diesem Jahr wurde nichts geliefert. Am Donnerstagabend wurde uns das klar. Und so mussten wir noch schnell eine Lösung finden. Also habe ich mich noch am selben Abend hingestellt und mit etwas handwerklichem Geschick eine 'Lösung' gezaubert aus einer Wurzelholzschale und vier Kerzentellern. Meine evangelische Kollegin wird dann noch etwas Dekoratives für die Schale besorgen. Die nachfolgender Bilder zeigen die noch nicht vollständige Version.
Fotos: (c) Gerd Wittka, 2022
Einerseits macht es mir viel Freude. Andererseits bindet das aber auch Kräfte, die mir woanders fehlen. Und das ist eine große Herausforderung in unserem Dienst.
Dies zeigt mir, dass Krankenhaus-Seelsorge oft so ganz anders ist als Seelsorge in etablierten gemeindlichen Strukturen.
Demnächst werde ich Bilder zeigen und etwas dazu schreiben, wie wir in der Krankenhaus-Kapelle des EVKN, Standort Johanniter-Krankenhaus Oberhausen die Kapelle als Erfahrungs- und Besinnungsort während der Adventszeit gestalten. Da wir wegen Corona dort noch immer keine Präsenzgottesdienste feiern können, wollen wir wenigstens für Patient:innen und Mitarbeiter:innen einen geistlichen Ort schaffen, in dem man in der Hektik des Advents eine temporäre Insel der Ruhe, Stille und Besinnung finden kann ...