Prävention ist SO nötig!

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Erwiderung zu einem Kommentar von Pfr. Gereon Alter

Dieser Erwiderung liegt folgender Kommentar zugrunde:

https://www.kirche-und-leben.de/artikel/missbrauch-katholische-kirche-skandal-praevention-pfarreien-ehrenamt-auswuechse-kommentar-gereon-alter

Prävention bleibt unverzichtbar – eine fachliche Erwiderung

Der Kommentar von Pfarrer Gereon Alter zur Präventionsarbeit in der katholischen Kirche hat eine wichtige Diskussion angestoßen.

Da er seine Position öffentlich formuliert hat, erscheint es angemessen, einige seiner Aussagen ebenfalls öffentlich einzuordnen und zu ergänzen.

Ziel dieser Erwiderung ist es, die Bedeutung der Prävention aus fachlicher Perspektive zu verdeutlichen – nicht, eine Person zu kritisieren.

Persönlicher Hintergrund und Motivation

Ich kenne Gereon Alter seit unserer gemeinsamen Ausbildungszeit und schätze seine differenzierte und reflektierte Art. Gerade deshalb nehme ich seine Einwände ernst und möchte sie konstruktiv aufgreifen.

Meine eigene Motivation, mich zu Präventionsthemen zu äußern, ist biografisch geprägt.

Erst in den vergangenen Jahren wurde mir bewusst, dass es in meinem damaligen Umfeld Betroffene sexualisierter Gewalt gab – ohne dass ich dies als junger Mensch hätte erkennen können.
Dieses Wissen führt heute zu einem starken Verantwortungsgefühl gegenüber Opfern und Betroffenen und zu dem Anliegen, Prävention konsequent zu unterstützen.

Zur Frage der „reinen Weste“

Gereon Alter schreibt:
„Denn auch bei der Präventionsarbeit geht es zunehmend darum, die eigene Weste rein zu halten.“

Diese Wahrnehmung teile ich nicht.

In Gesprächen mit Verantwortlichen in Pfarreien erlebe ich ein hohes Maß an Sensibilität für die Perspektive der Betroffenen.

Präventionsmaßnahmen werden dort nicht als Selbstschutz der Institution verstanden, sondern als bewusste Fokussierung auf die Bedürfnisse und die Sicherheit derjenigen, die besonders verletzlich sind.

In der öffentlichen Debatte wird häufig über Täterinnen und Täter gesprochen – weniger über die Opfer.

Prävention setzt bewusst einen anderen Schwerpunkt: Sie stellt die Betroffenen in den Mittelpunkt.

Aus dieser Perspektive erscheint die Deutung, Prävention diene primär der institutionellen Absicherung, nicht ausreichend belegt.

Zum Beispiel der Sternsingerküche

Gereon Alter führt als Beispiel an, dass selbst Personen, die bei einer Sternsingeraktion kochen, eine dreistündige Präventionsschulung absolvieren sollen.
„… ob jemand für eine Sternsingeraktion kochen darf … wenn er nicht die … dreistündige Präventionsschulung absolviert hat.“

Das zugrunde liegende Präventionskonzept arbeitet bewusst mit abgestuften Anforderungen.

Es unterscheidet zwischen verschiedenen Rollen und Kontaktintensitäten.
Auch Personen in der Küche nehmen Kinder und Jugendliche wahr – ihre Stimmung, ihr Verhalten, mögliche Auffälligkeiten.
Sie sind Teil des sozialen Raums einer Veranstaltung.

Gerade deshalb ist eine kurze Basisschulung sinnvoll und verhältnismäßig.
Drei Stunden Schulung stehen in keinem Verhältnis zu dem Leid, das Betroffene erfahren, wenn frühe Warnsignale übersehen werden.

Zur Formulierung eines „Überwachungsapparates“

Besonders herausfordernd ist die Aussage:
„Das Ziel von Prävention ist doch nicht, einen möglichst perfekten Überwachungs- und Entschuldigungsapparat aufzubauen.“

Diese Formulierung kann – vermutlich unbeabsichtigt – Argumentationsmuster verstärken, die in Pfarreien häufig von Gegnerinnen und Gegnern der Präventionsarbeit genutzt werden. Dort wird Prävention mit Generalverdacht oder Kontrolle gleichgesetzt.

Fachlich betrachtet geht es jedoch nicht um Überwachung, sondern um Sensibilisierung, Schutzkonzepte und klare Verantwortlichkeiten.

Prävention soll Menschen befähigen, achtsam und respektvoll miteinander umzugehen. Sie schafft Transparenz, nicht Misstrauen.

Einordnung

Die kirchliche Präventionsarbeit wird von vielen engagierten Fachkräften getragen, die sich intensiv mit Schutzkonzepten, Schulungen und Standards auseinandersetzen.

Vor diesem Hintergrund können einzelne Formulierungen – wie im Kommentar von Gereon Alter – den Eindruck erwecken, die Arbeit dieser Menschen werde nicht ausreichend gewürdigt oder missverständlich dargestellt.

Eine sachliche Diskussion über die Weiterentwicklung von Prävention ist notwendig und willkommen.

Gleichzeitig ist es wichtig, die Grundintention der Präventionsarbeit klar zu benennen: den Schutz von Kindern, Jugendlichen und schutzbefohlenen Erwachsenen.


Update:

Ich ergänze hier um ein Gebet, ein aufrichtiges Gebet für die Opfer dieser unsäglichen Gewalt und dieser Greueltaten:

Ein Gebet für die Opfer und Überlebenden von Missbrauch
herausgegeben vom Nationalen Dienst zum Schutz von Minderjährigen und schutzbedürftigen Erwachsenen der Italienischen Bischofskonferenz

Vater, Quelle des Lebens,
in Demut und Erdemut legen wir dir die Scham und die Reue dar
für das Leid, das wir den Kleinsten und Schwächsten der Menschheit zugefügt haben, und bitten dich um Vergebung. 

Herr Jesus, Sohn, der du gekommen bist, um die Barmherzigkeit des Vaters zu offenbaren,
wir vertrauen dir alle an, die
Machtmissbrauch erlitten haben – geistlichen und gewissensbezogenen, körperlichen und sexuellen –,
mögen ihre Wunden durch den Balsam deines und unseres Mitgefühls geheilt werden, mögen sie Aufnahme und brüderliche Hilfe finden, mögen ihre Herzen von Zärtlichkeit umhüllt und von Hoffnung erfüllt sein. 

Heiliger Geist, Feuer der Liebe,
wir bitten dich für unsere kirchlichen Gemeinschaften,
die dazu berufen sind, sich einer tiefgreifenden Selbstprüfung hinsichtlich ihrer Versäumnisse und Verfehlungen zu unterziehen,
dass sie einladende und sichere Häuser seien und dass das Engagement aller für den Schutz der Kleinsten und Schwächsten gestärkt werde. 

Heilige Dreifaltigkeit, Quelle der Gemeinschaft und der Zärtlichkeit,
hilf uns, die Ketten der Gewalt und der Schuld zu sprengen, durchbrich unser Schweigen und lass uns die Schmerzensschreie der Missbrauchsopfer und ihrer Familien hören,
hilf uns, sie zu begleiten und die Wahrheit bis zum Äußersten zu suchen
auf dem Weg der Gerechtigkeit und der Wiedergutmachung,
damit auch aus der Dunkelheit der Erde, die von der Sünde bedroht, aber vom Licht des Osterfestes umhüllt ist,
Samen der Heilung und der Wiedergeburt sprießen.

Amen. 

Übersetzung ins Deutsche mittels KI




Warum nur ‚Bekloppte‘ …

den Ausbau der Atomenergie fordern können!

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/donau-pegel-atomstrom-100.html

Seit Jahren ist bekannt, dass es in Frankreich wiederholt zur Drosselung oder sogar zur Abschaltung von Atomkraftwerken kommen musste, weil die Kraftwerke durch Niedrigwasser in den Flüssen nicht mehr ausreichend gekühlt werden konnten, um weiter Strom produzieren zu können.
Nun sehen wir in diesem Sommer das ganze Ausmaß dieser unverantwortlichen Forderung nach dem Ausbau von Atomenergie oder sogar den Wiedereinstieg Deutschlands in die Atomenergie.
Verantwortungslose ZeitgenossInnen fordern diesen irrsinnigen Wiedereinstieg!
Aber sie ignorieren – mal wieder – Fakten!
Jetzt fehlt es sogar in Ungarn an gut 50% der nationalen Stromversorgung, weil das dortige Atomkraftwerk ebenfalls wegen Niedrigwasser vom Netz gehen musste.

Nicht genug, dass die Atomenergie eine unverantwortliche Energiegewinnung im Hinblick auf Kosten von hunderten von Generationen nach uns ist und die Endlagerfrage in Deutschland noch nicht geklärt ist.
Nicht genug, dass wir aus Tschernobyl und Fukushima nichts lernen wollen, sondern auf diese unsichere und tödliche Energie verzichten müssen.
Auch jetzt der Hitzesommer, dessen Ausmaß unzweifelhaft auch Folge des menschengemachten Klimawandels ist – was unerleuchtete und verblendete PolitkerInnen (insbesondere von weit rechts) ebenfalls hartnäckig und wider besserer Faktenlage leugnet, zeigt:

Atomkraftwerk hat keine Zukunft, weder energiepolitisch, noch wirtschaftlich noch ökologisch!

Nur Bekloppte, die ein ideologisches Brett vor dem Kopf haben, können immer noch den Ruf nach der Atomenergie stellen!

Es wird Zeit, dass wir endlich zukunftsfähige Energieversorgungstechnologien massiv fördern, die zugleich auch ökologisch und ökonomisch verantwortlich sind.

Heute gilt – mehr denn je:

ATOMKRAFT – NEIN, DANKE!




‚Leihmutterschaft‘

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ethische Fragen und Aspekte


Hintergrund:

In diesen Tagen wurde bekannt, dass der Fraktionsvorsitzende der CDU Jens Spahn und sein Ehepartner ein Kind über eine Leihmutterschaft bekommen haben.
Abgesehen von der ablehnenden Haltung der CDU/CSU ein solches Recht auf Leihmutterschaft in Deutschland zu verankern, führt dies zu einer öffentlichen Debatte über die sogenannte ‚Leihmutteschaft‘:
Mit meinen nachfolgenden Fragen möchte ich einen konstruktiven Beitrag zum öffentlichen Diskurs leisten.


Grundsätzliches

Die ethischen Fragen zur Leihmutterschaft müssen unabhängig davon gestellt werden, ob die zukünftigen Eltern Mutter und Vater, zwei Mütter oder zwei Väter sind.

Die Leihmutter

  • Darf der Körper einer Frau allein wegen seiner biologischen Fähigkeit, ein Kind auszutragen, genutzt werden?
    Ist es ethisch vertretbar, dass eine Frau ihren Körper für eine Schwangerschaft zur Verfügung stellt, nur weil sie dazu biologisch in der Lage ist?
  • Was bedeutet es, wenn finanzielle Not eine Rolle spielt?
    Viele Leihmütter bieten diesen Dienst an, weil sie in wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen leben. Sie tun es, um ihren Lebensunterhalt zu sichern.
  • Ist es ethisch gerechtfertigt, dass finanzielle Not zu einer solchen Entscheidung führt?

Biologische Mutterschaft und Rechte

Genetisch ist die Leihmutter in den meisten Fällen zu 50 % die biologische Mutter des Kindes.
In manchen Fällen ist es sogar möglich, dass eine Frau lediglich austragende Frau ist, insofern ihr eine bereits befruchtete Eizelle implantiert wird.

  • Welche ethische Bedeutung hat die frühe Bindung des Kindes zu seiner biologischen Mutter, die schon im Mutterleib entsteht?

  • Was bedeutet es für das Kind, wenn ihm diese Mutter entzogen wird und es später keine Möglichkeit hat, sie kennenzulernen?
    Ist dieses Recht veräußerlich?
  • Kann man das Recht eines Kindes auf seine biologische Mutter einfach „übertragen“ oder „verkaufen“?

Emotionale Bindung während der Schwangerschaft

Eine Frau baut während der Schwangerschaft nachweislich eine emotionale Bindung zu dem Kind auf, das in ihr wächst.

  • Hat diese Bindung keine Bedeutung?
  • Können wir einfach darüber hinwegsehen und sagen: „Geld regiert die Welt“?
  • Dürfen wir emotionale Bindungen ignorieren, nur weil ein Vertrag oder eine Bezahlung vorliegt?

Das Kind

Das Recht des Kindes auf seine Elter

Unser Familienrecht betont das Recht des Kindes auf seine Eltern.

  • Welche ethische Bedeutung hat die frühe Bindung des Kindes zu seiner biologischen Mutter, die schon im Mutterleib entsteht?
  • Was bedeutet es für das Kind, wenn ihm diese Mutter entzogen wird und es später keine Möglichkeit hat, sie kennenzulernen?
  • Ist dieses Recht veräußerlich?
  • Kann man das Recht eines Kindes auf seine biologische Mutter einfach „übertragen“ oder „verkaufen“?

Biogenetische Selektion vor der Befruchtung

Bei der Leihmutterschaft wird oft schon im Vorfeld eine Auswahl getroffen: Welche Frau kommt als Leihmutter infrage?
Dabei spielen biologische, genetische und sogar optische Kriterien eine Rolle:

  • Welche Haut‑, Haar‑ oder Augenfarbe soll das Kind haben?
  • Welche genetischen Eigenschaften soll es haben – oder nicht haben?
  • Gibt es genetische Vorerkrankungen bei der Leihmutter oder in ihrer Familie? • Wie ist dieses selektive „Bio‑Design“ ethisch zu bewerten?

Das „Recht“ auf Elternschaft

  • Gibt es ein natürliches Recht auf Elternschaft?
    Diese Frage wurde lange diskutiert – zunächst vor allem bei heterosexuellen Paaren, die keine Kinder bekommen konnten oder aus gesundheitlichen Gründen keine Schwangerschaft riskieren wollten.
    Durch die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehe betrifft die Frage nun auch gleichgeschlechtliche Paare.
    Ein einfaches „Ja“ oder „Nein“ greift zu kurz.
    Für Paare, die sich nach der Eheschließung eine Familie wünschen und dann erfahren, dass sie keine eigenen Kinder bekommen können, bedeutet das oft großes Leid. • Sollten solche Paare ein Recht auf Elternschaft haben?
  • Und würde dieses Recht dann auch ein Recht auf Leihmutterschaft oder Samenspende einschließen? • Was ist mit den oben genannten ethischen Fragen?

Sie verschwinden ja nicht. Sie bleiben bestehen – unabhängig davon, wie sehr sich ein Paar ein Kind wünscht.

Gibt es Alternativen?

Adoption als Möglichkeit

  • Ist es wirklich abwegig, auf Adoption hinzuweisen?
  • Durch Adoption können Kinder, die sonst keine Chance auf liebevolle Eltern hätten, in eine Familie kommen.
  • Ist es nicht auch ethisch wertvoll, solchen Kindern eine menschliche und liebevolle Entwicklung zu ermöglichen – vom Kind zum Erwachsenen?
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Weitere interessante Kommentare und Berichte:
Leihmutterschaft und der Fall Spahn: Die Frau als Brutkasten | taz.de

Umstrittene Leihmutterschaft: Sorgerecht für Leihmütter | taz.de

Theater Lübeck verhandelt Kinderwunsch: Das Drama geliehener Mutterschaft | taz.de




ich.könnte.kotzen

Seit Wochen leidet die Natur unter dringend benötigtem Regen.
Bäume und Sträucher in der Natur lassen ihre Blätter hängen.
Und in meiner nächsten Nachbarschaft wird allabendlich eine ökologisch sinnlose Rasenfläche mit wertvollem Trinkwasser gesprengt!

Bild von Helga auf Pixabay

Dies zeigt mir einmal mehr, dass so manche ZeitgenossInnen nicht über den Tellerrand schauen, sondern nur sehen, was auf ihrem Teller ist.
Wird Zeit, dass so etwas in solchen Zeiten generell verboten wird!




Kannst du gut …

… für dich sorgen?!

Diese Tage mit ihrer Hitze stellen mich persönlich schon vor gewaltige Herausforderungen.
Nicht nur, dass wir eine bisher nie da gewesene Hitzephase mit Temperaturen um die 40 Tage erleben, und das sogar drei Tage lang.
Nein, auch, weil diese Hitze keine Bagatelle mehr ist!
Das ist die erlebbare Klimakrise – und das ist erst der Anfang!

Zurecht wird seitens von MedizinerInnen darauf hingewiesen, dass dies eine medizinische Notfall-Situation ist.

Ich selber merke es – vielleicht noch einmal mehr – wegen meines Long-Covids.

Long-Covid verträgt keinen Stress, Long-Covid verträgt keine Anstrengung, die über den Rahmen hinausgeht, den ich sonst beim Pacing einhalten würde.
Vielleicht ist es auch ein Glück, dass ich viel stärker diese Belastung spüre und somit auch viel deutlicher mit der inneren Stimme konfrontiert werde: „Sorge gut für dich!“.

Aber: das ist leichter gesagt, als getan.

Denn:
Da gibt es dann noch die inneren Stimmen, die mich mahnen, doch auch meinen ‚Pflichten‘ nach zu kommen, sei es im dienstlichen wie im privaten Kontext.
Da ist die Frage, in welchem Rahmen ich noch verantwortlich Gottesdienst feiern kann, wenn die Krankenhaus-Kapelle innen über 30 Grad hat und das Öffnen der Fenster bei fast 40 Grad Außentemperatur zumindest ein fataler Fehler, wenn nicht sogar eine Verantwortungslosigkeit wäre.
Da ist die Frage, ob ich an einem Konzert unseres Chores teilnehmen werde, das zwar in einer Kirche ist.
Diese wird vielleicht etwas kühler sein, als die Außentemperaturen.
Nur: die letzten Tage haben mich und meine Gesundheit geschwächt.
Eine Urtikaria (wohl eine Hitzeurtikaria), die vor einigen Jahren ausgebrochen ist und ich dann wieder ganz gut im Griff habe, überfällt seit vorgestern meinen Körper wieder. Kleine, stark juckende Pusteln an Unterarmen und Unterschenkeln zeigen mir: ‚Meinem Körper geht es nicht gut!‘.

Wie reagiere ich auf diese Warnsignale des Körpers?
Oder sind die inneren Gegenstimmen der ‚Pflicht‘ so groß, dass ich diese Warnzeichen ignorieren möchte oder sogar ignoriere?

Nach einem inneren Kampf habe ich mich dazu entschieden, den Gottesdienst morgen ausfallen zu lassen.
Nach einem inneren Kampf habe ich mich dazu entschieden, beim Konzert heute Abend nicht mitzusingen.

Aber …

ja, es ist dieses permanente „ABER“ in meinem Kopf, das mir das Gefühl gibt, nicht mit einer gewissen Selbstsicherheit zu meinen vernünftigen Entscheidungen zu stehen und innerlich mit diesen Entscheidungen die Ruhe gefunden zu haben.

Ich will es dennoch durchhalten, denn ich bin – bei aller gesundheitlichen Beschwerden – dankbar, dass mein Körper es noch nicht aufgegeben hat, mit mir zu kommunizieren und sich mir mitzuteilen. was gut und was schlecht für mich ist.

Warum offenbare ich mich hier so?
Weil ich sicher bin, dass ich nicht der/die Einzige bin, der es momentan so geht.

Was gibt dir eine innere Sicherheit und Standhaftigkeit für deine vernünftigen Entscheidungen?




Nur diesen Tag …

Mein ‚Wunsch‘ für heute

Am Anfang dieses Tages, weiß ich nicht, wie gut ich diesen Tag überstehen werde.
Gestern war ich mental ziemlich in Anspruch genommen.
Und auch das wirkt sich eher negativ auf meine Long-Covid aus.
Ich merke es sehr deutlich am ‚tired and wired‘, also an einer Müdigkeit und Erschöpfung, die mich ins Bett drängt, aber ich finde keinen Schlaf.

Nach einer wirklich nicht guten Nacht, die viel zu kurz war, habe ich für heute nur diesen einen Wunsch:

Diesen Tag zu meistern!

Zwei wichtige Termine/Dienste stehen in meinem beruflichen Kalender.
Wenn ich die gut gemeistert habe, dann bin ich schon sehr zufrieden.

Bei Long-Covid (resp. Post-Covid) lebt man häufig ‚von der Hand in den Mund‘.
Mehr geht nicht.
Und wenn ich lerne, damit schon zufrieden zu sein,
dann werde ich am Ende des Tages vom Tag nicht enttäuscht sein.