nicht nur für die Vielen, die unbekannten, die unter Naturkatastrophen leiden die unter Stürmen zittern, in Trümmern schweigen, die durch Gewalt und Krieg zu Staub geworden sind
beten auch für die Vielen, dir mir bekannt sind, die meine Wege kreuzten früher und heute die zu tragen haben an ihrem Schicksal, ihrem Leid, ihrer Krankheit ihrer Trauer die still vorübergingen und doch geblieben sind.
beten
so ruft die Zeit so ruft mein Herz
Denn Beten fordert Zeit Geduld Liebe Kraft
und am Anfang und Ende Anfang
– GOTT
(c) Gerd A. Wittka, 04.04.2025, am Todestag von Martin Luther King
Fastenzeit – Prüfen
… um zu verstehen
Im Krankenhaus widmen wir uns von der evangelischen und katholischen Krankenhaus-Seelsorge der diesjährigen Jahreslosung und schauen uns einige Aspekte der Jahreslosung etwas näher an. Mit Texten laden wir die Besucher:innen der Krankenhaus-Kapelle zu Besinnung und zum Nachdenken ein.
Hier veröffentliche ich einige Texte, die ich dazu geschrieben habe:
Mit bebendem Herzen und funkelndem Blick trete ich aus dem Schatten des Bekannten hervor, hinterfrage das Dröhnen des Alltäglichen und lausche dem Ruf der verborgenen Wahrheiten.
In jedem Zweifel liegt ein Samen, bereit zu erblühen im klaren Licht der Erkenntnis. Ich wage mich ins Dickicht der Fragen, denn in der Ungewissheit wohnt die Möglichkeit eines neuen, leuchtenden Pfades.
In dieser Welt finde ich einen bunten Strauß aus Stimmen und Farben, und ich, ein neugieriger Wanderer, öffne die Türen, die lange verschlossen schienen, um zu erfahren, was jenseits des Sichtbaren liegt.
Ich wage es, zu prüfen! Nicht, um zu zerstören, sondern um zu verstehen, um die Schichten des Verborgenen zu lüften und in der Tiefe des Seins das unendliche Licht der Wahrheit zu finden.
Seit dem 5.2. habe ich wieder einen ‚crash‘, weil ich mich bei einem Studientag als Proband völlig übernommen habe. Das Thema hat mich angesprochen und wie Adrenalin in meinem Körper gewirkt. Ich war extrem wachsam und fokussiert, mit einem Energieschub, der mir half, schnell und effektiv zu reagieren. Dabei habe ich leider meine Grenzen an dem Tag nicht wahrgenommen, konnte auf sie nicht hören und nicht entsprechend reagieren. Nachmittags zuhause dann der Zusammenbruch: ‚crash‘ genannt.
Das dauerte bis zum gestrigen Tage an.
Eine Chorprobe, zu der ich mich aufgerafft hatte, lag dazwischen. Doch auch das war nicht gut für mich. Daraus entstanden folgende Zeilen:
Crash – ein stummer Knall im Nichts, ein Zerreißen des Gewohnten.
Ich sehe einen Text, Buchstaben tanzen auf dem Rand des Verstehens, doch ihr Sinn entgleitet wie Nebel in einer mondlosen Nacht.
In meinem Kopf kommt nichts an – nur ein endloses Echo von Leere, wo Worte sich verlieren und Bedeutungen verhallen.
Lieder ohne Melodie, Noten, zu stumm, schwarze Zeichen auf kaltem, weißem Grund, die mein Hirn nicht fassen kann, wie Schatten, die sich weigern, Form zu geben.
Ein Gespräch, ein flüchtiges Flüstern der Erinnerung an vorgestern, doch der Zugang zu dem, was war, ist versiegelt im Labyrinth der Zeit – keine Worte finden den Weg heraus.
Ich weiß, was war, doch das Blatt bleibt leer: der Kopf verharrt in Schweigen, der Mund schweigt – und all die Zeichen, unsichtbare Botschaften, verweben sich im geheimnisvollen Dunkel einer unentdeckten Melodie.
(Gerd A. Wittka, 07.02.205)
Prüfe klug – mit Herz und Sinn
„Prüfet alles und behaltet das Gute“ (1. Thessalonicher 5,21)
Wie Wind, der durch die Äste weht: so vieles kommt, so vieles geht. Gedanken, Worte, laut und still, doch nicht alles zeigt, was es will!
Drum prüfe klug mit Herz und Sinn, was bringt dir Frieden, was hat Gewinn? – Was Wahrheit spricht, was Liebe webt, was Mut dir schenkt und Hoffnung hebt.
Möge der Wind dir immer in den Rücken wehen, und die Sonne deinen Tag erhellen, selbst in dunklen und trüben Tagen. Möge der Regen sanft auf deinen Kopf fallen, und der Regenbogen dir den Weg der Hoffnung zeigen.
Möge dein Herz nie von Furcht erdrückt, sondern stets von der Kraft des Glaubens genährt werden. Möge die Erde unter deinen Füßen fest und sicher sein, und der Himmel dir in seinen Weiten Frieden schenken.
Möge der Stern der Zuversicht stets über dir leuchten, und dein Blick nie vom Licht abweichen, selbst wenn die Nacht sich lang und schwer anfühlt.
Möge die Hoffnung wie ein leiser Wind in dir wehen, und dich auf den Flügeln des Mutes tragen, bis du den sicheren Hafen des Friedens erreichst.
Möge Gottes Segen dich begleiten, in allen Stunden, und das Vertrauen in bessere Tage nie von dir weichen.
Ruhe und Frieden
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Ich sehne mich oft nach Ruhe und Frieden in meinem Leben, in dem mich Gedanken und Gefühle martern.
Ruhe und Frieden sind Gefühle der inneren Freiheit
wo nichts und niemand
mit das Leben schwer macht
Starke Sehnsucht nach dem was erst wohl mit dem letzten Atemzug zu haben wird
Und trotzdem will ich noch hier und jetzt bleiben
Ruhe und Frieden eine Sehnsucht die sucht und sucht und …
(c) Gerd A. Wittka, 07.10.2024
„Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden.“ (Lk 11,9b)