Blasphemie

Islamistischer Staatsterror

Quelle: www.pixabay.com

Die vermeintliche Begründung des iranischen Staatsterrorismus für ihre menschenmordenden Verbrechen, dass Menschen ‚Krieg gegen Gott‘ führten und deshalb der Staat reagieren müsste, ist in meinen Augen Blasphemie!

Denn: wie schwach müsste Gott sein, hätte er es nötig, durch Menschen ‚verteidigt‘ oder gar vor deren vermeintlichen Angriffen ‚geschützt‘ zu werden!

Mit dieser Haltung spricht sich das iranische System selbst das Urteil und entlarvt sich als ideologische Terror gegen das eigene Volk!


Mögen jene, die soviel Leid zu verantworten haben, selber zu spüren bekommen, was sie getan haben!

Wie?! – Das kann ich als gläubiger Mensch, sehr gut der Weisheit Gottes überlassen!




Sich stärken

Impuls zu den Lesungstexten des 3. Adventssonntages – Lesejahr A – 2022

Lesungstexte:

  1. Lesung: Jes 35,1-6b.10
  2. Lesung: Jak 5,7–10
Quelle: www.pixabay.de

Kennen Sie die Aktion „Kinder stark machen“? –
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) hat diese Aktion vor mehr als 25 Jahren gestartet und sie läuft immer noch. Ziel ist es, schon im frühen Alter Kinder für Suchtgefahren zu sensibilisieren, damit sie später sich vor Suchtgefahren schützen können. —-



Kennen Sie die Aktion „Macht Menschen stark!“? —
Sie läuft schon seit über 2500 Jahren. Eines der frühesten Zeugnisse diese Aktion haben wir heute in der ersten Lesung des Propheten Jesaja gehört: „Stärkt die schlaffen Hände und festigt die wankenden Knie! Sagt den Verzagten: Seid stark, fürchtet euch nicht! Seht, euer Gott! (…) Er selbst kommt und wird euch retten.“

„Stärkt die schlaffen Hände…!“ – Quelle: www.pixabay.com

In der zweiten Lesung greift Jakobus diese Aktion auf, in dem er schreibt: „… macht eure Herzen stark, denn die Ankunft des Herrn steht nahe bevor…“

Und im Psalm 118,14 betet der Psalmist: „Meine Stärke und mein Lied ist der Herr; er ist für mich zum Retter geworden.“

Den Menschen stark zu machen, damit er dem Bösen (in sich) widerstehen kann; den Menschen stark zu machen, damit er fähig wird, das Gute zu tun und mit ganzem Herzen zu lieben, das ist auch die Botschaft und die Absicht Jesu.

Er selber bezieht im Matthäus-Evangelium 12,20 das Wort des Propheten Jesaja auf sich (Jes. 42,3): „Das geknickte Rohr zerbricht er nicht / und den glimmenden Docht löscht er nicht aus; / ja, er bringt wirklich das Recht.“

Immer da, wo wir alle als Christ:innen leben und Zeugnis abgeben wollen, sind wir Teil der Aktion „Macht Menschen stark!“

Dabei zielt diese Aktion in zwei Richtungen.

Sie gilt einmal im Hinblick auf uns selber. Das Wort des Propheten Jesaja „Stärkt die schlaffen Hände und festigt die wankenden Knie…“ können und dürfen wir auf uns selber beziehen. Wir selber dürfen für uns sorgen, damit wir ‚wieder auf die Beine kommen‘, buchstäblich und auch im übertragenen Sinne. Wir selber dürfen und sollten in christlicher Selbstfürsorge darauf achten, stark zu werden.

„Festigt die wankenden Knie…!“ – Quelle: www.pixabay.com

Zugleich gilt das Wort des Propheten Jesaja aber auch für die Menschen, denen wir begegnen. Wenn wir es vermögen, sollen auch wir unseren Beitrag leisten, dass deren erschlafften Hände wieder stark und ihre wankenden Knie wieder gefestigt werden. Da, wo wir andere stärken können, sollen wir auch darauf achten.

Deshalb stand dieses Wort aus dem Propheten Jesaja auch als eines der wichtigsten Leitgedanken über meinen Dienst als Gefängnis-Seelsorger Anfang der 2000er Jahre.

Das ist übrigens auch ein wichtiges therapeutisches Prinzip, zumal in der Psychiatrie.
Die Patient:innen in unserem Johanniter-Krankenhaus sollen nicht allein ‚von außen therapiert werden‘, sondern sind selbst wesentliche Akteure ihrer eigenen Therapie. Sie sind als Patient:innen aktiv eingebunden in der Therapie, z. B. durch Ergotherapie und Sport, aber auch durch andere therapeutische Maßnahmen für Körper und Seele.

Je länger ich in der Psychiatrie als Seelsorger arbeite, um so mehr entdecke ich die therapeutische Dimension der Botschaft Christi.

Die Stärke, die heute in den Lesungen erwähnt wird, kann sicherlich einerseits durch uns selber geprägt und unterstützt werden. Diese Stärkung ist also ein aktives Geschehen.
Zugleich erfahren wir von außen Stärkung: durch Mitmenschen und durch Gott.

So sieht es der Psalmist, wenn er betet: Meine Stärke und mein Lied ist der Herr; ER ist für mich zum Retter geworden.

Heute, am Gaudete-Sonntag dürfen wir uns freuen, wenn wir uns einmal mehr bewusst werden, dass Gott kein Duckmäusertum möchte, sondern dass er – zu unserem eigenen Heil – uns stärken will und uns stark machen und haben möchte.

Heute dürfen wir uns freuen, weil wir als Christ:innen mit dabei sind bei der göttlichen Aktion: „Macht Menschen stark!“




Es fügt sich …

Eigentlich darf man öfter gelassener durchs Leben gehen – das zeigt oft der Rückblick.

So habe ich es auch heute erlebt.

Habe seit gestern einen grippalen Infekt und für übermorgen eine Ladung als Zeuge bei Gericht. Heute bekam ich die Nachricht, dass der Gerichtstermin abgesagt wurde und auch kein Nachfolgetermin angesetzt werden wird.

Manchmal fügt sich das Leben einfach wunderbar! Danke Gott!




Das wichtigste Fest …?

Image by Gerhard from Pixabay

Diana Damrau (Sopranistin) sagte bei einem Interview am 29.11.2022 im zdf Morgenmagazin, dass Weihnachten das ‚wichtigste Fest im ganzen Jahr‘ sei.

Das, was Diana Damrau ausgesprochen hat, ist die Haltung und das Gefühl von vielen Menschen in unserem Land.

Mich macht das immer auch etwas traurig.



Ja, Weihnachten ist wohl das rührseligste christliche Fest, das wir im Jahreskreis begehen: viel Wärme in der Kälte, viel Zärtlichkeit in der Härte, viel Licht in der Dunkelheit, das Kleine im Großen, das Verletzliche in der Brutalität, … all das geht an Gefühlen und Sehnsüchten von diesem Fest aus. Und das soll es auch.

Doch nach christlichem Verständnis ist das längst nicht das Wichtigste und das Größte, was wir als Christ:innen feiern können und woran wir glauben.

Denn das Wichtigste und das Größte ist, dass wir das

Leben

feiern, trotz Sterben und Tod.

Da das Größte, was wir feiern zugleich mit einem der größten Tabus in unserer Gesellschaft einher geht – nämlich dem Sterben und dem Tod -, wird es von vielen von uns ausgeblendet.

Dabei: seit Weihnachten, seit der Geburt Jesu in Betlehem, strebt doch SEIN ganzes Leben hin auf sein erlösendes Sterben und seinen erlösenden Tod, der nicht das letzte Wort hat, sondern das

Leben

in SEINER Auferstehung!

Um es auf den Punkt zu bringen: Krippe und Kreuz gehören zusammen!

In einem kleinen Beitrag mit einem Bild der Künstlerin Beate Heinen wird dieser Zusammenhang ‚anschaulich‘ dargestellt:
https://www.elukifa.de/gw/gbrief/200612.php

Es lohnt sich, dieses Bild zu betrachten, denn es lässt nichts fehlen, was uns an Weihnachten so wichtig ist, aber verbindet es zugleich mit dem ‚Mysterium‘ des Lebens Jesu Christi, das – irdisch gesehen – am Kreuz endet, aber dessen Ende nicht das Kreuz ist und bleibt, sondern das Leben über den Tod hinaus.

Nun aber: schau dir doch noch mal das Bild ganz oben an.

Vielleicht fällt es dir jetzt, nach meinen Gedanken auf: augenscheinlich, sehen wir hier eine Krippendarstellung, wie sie uns bekannt ist, die Geburtsszene auf den Feldern von Betlehem.
Doch wenn wir uns den Stern im Hintergrund anschauen, dann können wir es auf den zweiten Blick ganz deutlich erkennen: im Stern zeichnet sich zugleich das Kreuz ab.

Für mich bleibt das wichtigste christliche Fest im ganzen Jahr das Osterfest. Daran möchte ich festhalten, auch wenn diese Sicht über den Tellerrand des Todes hinaus, vielen Menschen in heutiger Zeit so schwer fällt.




Gesegnete Adventszeit

Foto: Gerd Wittka, 2022

Wo draußen alles schon ziemlich weihnachtlich ist und der Kommerz keine adventliche Ruhe aufkommen lässt, haben wir heute am Vorabend des 1. Adventssonntag das neue Kirchenjahr besinnlich begonnen.



Den ersten Teil der Eucharistiefeier haben wir ganz bewusst besinnlich gehalten mit Musik und Texten, mit Ruhe und auch traditionellen Adventsliedern.

Den Altarraum haben wir bewusst in den Farben des Advents gehalten.

Für die Gemeinde und für mich war das eine neu gestaltete Form. Mit dieser Gemeinschaft darf ich aber solche neuen Wege gehen. Und das macht auch für mich diese Gottesdienste in der Krankenhauskapelle so wertvoll.


Exkurs: Krankenhaus-Seelsorger als Tausendsassa

Als Krankenhaus-Seelsorger ist man heute manchmal auch ein Tausendsassa.
Das habe ich in diesem Jahr in beiden Krankenhäusern, in denen ich Dienst tue, deutlich erleben können.
Im AMEOS-Klinikum St. Clemens kümmern sich mein Kollege und ich auch darum, dass die Kapelle adventlich gestaltet wird: Adventsgesteck mit LED-Kerzen besorgen, damit auch über Tag die 'Kerzen brennen' können - ohne Brandgefahr. Den Altar dekorieren. Und eineinhalb Stunden vor dem Gottesdienst habe ich die dekorative Beleuchtung für den Altarraum aufstellen müssen, die nach dem Gottesdienst natürlich auch wieder abgebaut werden musste (siehe Bild oben!).
Deshalb bin ich sehr dankbar, dass ein Gottesdienstteilnehmer auch schon 40 Minuten vor dem Gottesdienst da ist und den eigentlichen Küsterdienst übernimmt, in dem er alles für den Gottesdienstablauf herrichtete.
Im anderen Krankenhaus bekamen wir jedes Jahr für die Kapelle einen Adventskranz von der Klinik gestellt. Doch in diesem Jahr wurde nichts geliefert. Am Donnerstagabend wurde uns das klar. Und so mussten wir noch schnell eine Lösung finden. Also habe ich mich noch am selben Abend hingestellt und mit etwas handwerklichem Geschick eine 'Lösung' gezaubert aus einer Wurzelholzschale und vier Kerzentellern. Meine evangelische Kollegin wird dann noch etwas Dekoratives für die Schale besorgen. Die nachfolgender Bilder zeigen die noch nicht vollständige Version.
Fotos: (c) Gerd Wittka, 2022
Einerseits macht es mir viel Freude. Andererseits bindet das aber auch Kräfte, die mir woanders fehlen. Und das ist eine große Herausforderung in unserem Dienst.
Dies zeigt mir, dass Krankenhaus-Seelsorge oft so ganz anders ist als Seelsorge in etablierten gemeindlichen Strukturen.
Demnächst werde ich Bilder zeigen und etwas dazu schreiben, wie wir in der Krankenhaus-Kapelle des EVKN, Standort Johanniter-Krankenhaus Oberhausen die Kapelle als Erfahrungs- und Besinnungsort während der Adventszeit gestalten. Da wir wegen Corona dort noch immer keine Präsenzgottesdienste feiern können, wollen wir wenigstens für Patient:innen und Mitarbeiter:innen einen geistlichen Ort schaffen, in dem man in der Hektik des Advents eine temporäre Insel der Ruhe, Stille und Besinnung finden kann ...



‚Re-erdigung‘ – Neue Bestattungsform

Eine neue Bestattungsform, die „Reerdigung“ sorgt für vielfältige Diskussionen.
Auch ich selber war bis vor einigen Monaten noch skeptisch, wenn ich davon hörte, dass der Leichnam ‚kompostiert‘ würde.

Mein Gedanke war dann spontan: „Und dann? Lande ich als Kompost in irgendeinem Vorgarten?“



NEIN!
Denn nach dem deutschen Bestattungsrecht ist es so, dass jegliche Form von verstorbenen Menschen bestattet werden MUSS -> Bestattungspflicht!
Das gilt auch für die Reerdigung. Die Erde, die zurückbleibt, wird in einem regulären Grab auf einem ausgewiesenen Friedhof bestattet.

Die Reerdigung ist eine besonders ökologische Form und etwa so günstig wie eine Urnenbeisetzung.

Im NDR ist ein Beitrag über die bundesweit vierte Reerdigung zu sehen, den ich zur eigenen Beschäftigung mit diesem Thema sehr empfehlen kann.

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Neue-Form-der-Beerdigung-In-Stockelsdorf-werden-Leichen-kompostiert,beerdigung160.html

Mir ist klar, dass auch diese neue Bestattungsform erst einmal ungewöhnlich ist. Seitens der evangelischen Kirche hat man sich teilweise schon sehr positiv dazu positioniert, weil auf nichts, was ein christliches Begräbnis ausmacht, verzichtet werden muss.


Weitere Informationen und detailliertere Angaben findet man auf den Seiten: https://www.reerdigung.de/ und unter: https://www.meine-erde.de/