31.03.2025

Tage wie diese …

… sind anstrengend und frustrierend für mich.

Bild von StockSnap auf Pixabay

Von 11.00 Uhr bis 14.15 Uhr war ich im Dienst im Krankenhaus.
Vorher noch kleinere Arbeiten zu Hause am Schreibtisch erledigt.
Im Krankenhaus selbst zwei Gespräche geführt, insgesamt um 90 Minuten.
Dann noch einige Terminabsprachen vorgenommen und Texte für die Karwoche geschrieben, editiert und gedruckt.
Gegen 13.45 Uhr merkte ich schon, wie mich meine Energie verlässt.
Ab 14.00 Uhr entschied ich, wieder nach Hause zu fahren.
Beim Laufen musste ich mich aufs Gehen konzentrieren … man kann es sich kaum vorstellen.
Zuhause angekommen, sofort ins Bett gelegt, 45 Minuten.
Doch bis jetzt, 16.45 Uhr, komme ich nicht mehr richtig in die Gänge, da ich müde und erschöpft bin.

Die Regenerationsphasen sind manchmal länger als meine aktiven Phasen.

Frust!




12./13.03.25

Auf und Ab geht es auch im Urlaub weiter.
Ich versuche, meine Kräfte einzuteilen, möchte aber auch etwas vom Urlaub haben.
Gestern haben wir uns auf den Weg nach Ringköbing gemacht: wollten einkaufen.
Das hatte eigentlich für mich schon gereicht.

Nach dem Einkauf erst einmal wieder etwas hingelegt.

Bild von VanDulti auf Pixabay

Dann haben wir zu zweit das Koop-Spiel ‚It takes two‘ mit Controller gespielt, aber nur eine halbe Stunde, weil ich das mit der Koordination mit dem Controller noch nicht so drauf habe.
Nach dieser halben Stunde war ich wieder platt; also wieder eine halbe Stunde ins Bett gelegt.

Danach hatten wir die Sauna eingeplant.
Zwei Gänge habe ich mit gemacht, nach dem letzten Gang einen kneipp’schen Knieguß gemacht und wieder ins Bett gelegt und mich erholt.

Abends habe ich mir dann nur noch einen Film angesehen.

Heute Morgen dann zeitig aufgestanden und in die Küche gestellt. Projekt: Brötchen backen.
Dazu die Zutaten vermengt und mit Hand geknetet; da merkte ich schon, wie es meine Energie verbrauchte. Dann die Brötchen geformt und gebacken. Sie sind ganz gut geworden, oder …?

(c) Gerd Wittka, 2025

Lecker waren sie auf alle Fälle. Nach dem Frühstück wieder knapp 30 Minuten ins Bett gelegt.
Ich wollte danach noch etwas durch die Dünen spazieren gehen. Haben wir dann auch gemacht, gut eine Stunde lang. Der Wind war eisig und es regnete leicht. Aber die Luft war schön.

Zwischendurch bin ich auch bewusst mal stehen geblieben, habe gelauscht und die Brandung des Meeres gehört und das Zwitschern der Vögel: hier einer, der sang und wenn er Pause machte hörte ich in der Ferne einen anderen ‚antworten‘.
Es war einfach schön.
Und dann die Landschaft!
Dünen, die voll bewachsen sind mit Moos und Eriken. Wie schön es hier wohl im Sommer blühen wird?

(c) Gerd Wittka, 2025

Auf dem Rückweg dann am Strand gelaufen. Herrlich dieses Meer mit seinen schäumenden Wellen und das Licht und die Wolken am Himmel. Zwischendurch kreischte eine Möwe durch die Luft.

In der Nähe des Strandaufganges fanden wir dann noch dieses Zeichen der Liebe:

(c) Gerd Wittka, 2025

Geben wir ihr, der Liebe, mehr Raum, egal wo wir sind, ob im Urlaub oder im trüben Alltag.




08./09.03.2025

Nach siebeneinhalb Stunden Autofahrt sind wir gut und wohlbehalten in Dänemark angekommen.
Die Fahrt war recht entspannend, aber dennoch habe ich mich am Ende total erschöpft gefühlt.
Mit meinen letzten Ressourcen konnte ich noch zu Abend essen; danach ging es sofort ins Bett.
Der nächste Tag war etwas schwierig, ich hatte wieder einen crash.
Gegen Mittag sind wir einkaufen gegangen und nach 45 Minuten war ich so kaputt, dass ich selber kein Auto mehr fahren konnte.
Wie gut, dass wir zu zweit unterwegs waren.
Nach einem Snack und einem kurzen Schläfchen, drängte es uns zu einem Spaziergang direkt zum Meer.

Hier fühle ich mich wohl,
fast so wie ein zweites Zuhause
Strandaufgang, steil wie eine Leiter
Strandidylle im Gegenlicht
Abendstimmung

Eine halbe Stunde konnte ich dort laufen, dann war ich aber wieder so erschöpft, dass es dringend nach Hause gehen musste, wo wieder das Bett auf mich wartet.




17.02.2025

Post-Covid

Meine Leitsymptome:

  • Fatigue (Erschöpfungssyndrom): kommt schon nach ca. zwei Stunden körperlicher oder geistiger Aktivität. Danach bin ich so erschöpft, dass ich mich buchstäblich kaum auf den Beinen halten kann und ich mich hinlegen muss.
  • Einschlafstörungen: ich bin hundemüde und habe das dringende Bedürfnis, zu schlafen. Ich lege mich hin, aber ich finde keinen Schlaf. ‚tired but wired‘ nennt sich das.
  • Durchschlafstörungen: Bin ich dann mal in den Schlaf gekommen, schlafe ich selten länger als fünf Stunden, egal wie spät ich eingeschlafen bin. Letzte Nacht nach 1.30 Uhr eingeschlafen und um 5.30 Uhr lag ich wieder wach.
  • Konzentrations- und Wortfindungsstörungen: Je nach körperlicher oder geistiger Anstrengung stellen sich mitunter auch diese Störungen ein. Anfangs hatten Menschen, die es mitbekamen, Sorge, dass ich einen Schlaganfall habe; das ist aber – Gott sei Dank – nicht eingetreten. Dennoch bringe ich es manchmal nicht fertig, Worte – die ich im Kopf habe – auch auszusprechen. Nach einigen Minuten geht es dann wieder.



07.02.2025

Seit dem 5.2. habe ich wieder einen ‚crash‘, weil ich mich bei einem Studientag als Proband völlig übernommen habe.
Das Thema hat mich angesprochen und wie Adrenalin in meinem Körper gewirkt.
Ich war extrem wachsam und fokussiert, mit einem Energieschub, der mir half, schnell und effektiv zu reagieren.
Dabei habe ich leider meine Grenzen an dem Tag nicht wahrgenommen, konnte auf sie nicht hören und nicht entsprechend reagieren.
Nachmittags zuhause dann der Zusammenbruch: ‚crash‘ genannt.

Das dauerte bis zum gestrigen Tage an.

Eine Chorprobe, zu der ich mich aufgerafft hatte, lag dazwischen.
Doch auch das war nicht gut für mich.
Daraus entstanden folgende Zeilen:


Bild von plBrYK auf Pixabay

Crash –
ein stummer Knall im Nichts,
ein Zerreißen des Gewohnten.

Ich sehe einen Text,
Buchstaben tanzen auf dem Rand des Verstehens,
doch ihr Sinn entgleitet
wie Nebel in einer mondlosen Nacht.

In meinem Kopf
kommt nichts an –
nur ein endloses Echo von Leere,
wo Worte sich verlieren
und Bedeutungen verhallen.

Lieder ohne Melodie,
Noten,
zu stumm,
schwarze Zeichen auf kaltem, weißem Grund,
die mein Hirn nicht fassen kann,
wie Schatten,
die sich weigern,
Form zu geben.

Ein Gespräch,
ein flüchtiges Flüstern
der Erinnerung an vorgestern,
doch der Zugang zu dem, was war,
ist versiegelt im Labyrinth der Zeit –
keine Worte finden den Weg heraus.

Ich weiß, was war,
doch das Blatt bleibt leer:
der Kopf verharrt in Schweigen,
der Mund schweigt –
und all die Zeichen,
unsichtbare Botschaften,
verweben sich im geheimnisvollen Dunkel
einer unentdeckten Melodie.

(Gerd A. Wittka, 07.02.205)




18.01.2025

Pünktlich gestern zu Bett gegangen, gegen 23.00 Uhr.
Einschlafen ging so halbwegs – hatte pflanzliche Beruhigungstabletten und Melatonin genommen.

Doch gegen 5.00 Uhr: wach.
Müde und aufgedreht – ‚tired and wired‘.

Es ist anstrengend und nervig.

Das wird heute wieder kein so guter Tag – ein Tag, den ich einfach überstehen muss.
Vor dem Gottesdienst wieder eine Runde schlafen, damit ich den Gottesdienst überstehe … und danach schauen, wie lange ich es durchhalte.
Ich will mich danach aber nicht wieder schlafen legen, damit ich in einen halbwegs vernünftigen Schlaf-Wach-Rhythmus finde.

Nur: manchmal bin ich tagsüber so erschöpft und kaputt, dass es mir schwerer fällt, Treppen zu steigen, ich fühle mich wackelig auf den Beinen und mir ist schwindelig.

Nächste Woche starte die Forschungsstudie, an der ich als Proband teilnehmen werde.

Auch das will ich versuchen. Bin gespannt wohin die Reise geht.