Am Ende: Devotionalien

Ein altes, verrottendes Holzkreuz, das auf der Erde liegt. Was geschieht damit?
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Ein altes, verrottendes Holzkreuz! Wo hat es gestanden? An einem Weg? Auf einem Friedhof?
Nun liegt es da, zwischen den Büschen und verrottet vor sich hin.
Dieses Bild ist ein Symbol für viele andere religiöse Gegenstände, wie Kreuze, Heiligenfiguren, Rosenkränze, …!

Wenn jemand einen Haushalt einer Person auflösen muss, die einen religiösen Hintergrund hat, dann wird man mit dieser Frage automatisch konfroniert:

Wie gehe ich mit alten oder kaputten Devotionalien um? Wie ‚entsorge‘ ich sie ‚richtig‘? Was mache ich mit Gegenständen, die gesegnet sind, aber die keiner mehr haben will?


Wer sich wegen dieser Frage auf die Suche im Internet macht, wird nicht wirklich befriedigende Antworten finden.

Offenbar tut man sich mit dieser Frage schwer, selbst Geistliche geben da mitunter keine zufriedenstellende Antwort.

Das ist schon verrückt, irgendwie! Sehr gerne kommen wir der Frage nach, religiöse Gegenstände, Figuren und Symbole zu segnen. Aber was anschließend mit ihnen geschieht, wenn sie ‚ihre Aufgabe erfüllt haben‘, da werden wir einsilbig.

Und das finde ich unfair!
Denn wer Dinge und Gegenstände in Verkehr bringt oder benutzt, sollte auch wissen und sich sicher sein, wie man diese Dinge angemessen entsorgt.

Deshalb möchte ich mich dieser Frage hier heute widmen, auch deshalb, weil ich immer wieder die Bitte höre, doch den einen oder anderen religiösen Gegenstand resp. Devotionalien in Empfang zu nehmen, weil die Besitzer:innen dafür keine Verwendung mehr haben, aus welchen Gründen auch immer ….!

Gesegnet heißt nicht ‚geweiht‘

Um vorab mit einem falschen Verständnis aufzuräumen:

„Gesegnet heißt nicht geweiht!“

Gegenstände, die gesegnet werden, kennen wir alle: Kreuze, Anhänger, Heiligenfiguren, aber auch Autos, Wohnungen und Häuser, …

Sogenannte ‚Sachbenediktionen‘, also die Segnung von Gegenstände, kennen wir, wenn es um die Frage des Gebrauchs geht.

Segnen wir Kreuze, Rosenkränze, Heiligenfiguren oder -bilder, Weihwassergefäße, …, dann handelt es sich um Gegenstände, die uns in unserer Spiritualität, unserem geistlichen Leben dienen sollen. Die Betrachtung eines Kreuzes oder einer Ikone zum Beispiel soll mir beim Gebet helfen und mein Blick auf ein Kreuz soll mich in meinem Alltag daran erinnern, dass wir erlöst wurden. Heiligenbilder sollen uns daran erinnern, dass Glaube Bedeutung haben kann für das ganz persönliche und konkrete Leben oder dass christlicher Glaube gelingen kann – mit allen dazugehörenden Brüchen.
Ein gesegneter Rosenkranz soll uns daran erinnern, dass die Zeit, die wir uns für das Gebet nehmen, eine gesegnete Zeit ist und der Rosenkranz mehr ist als bloßer Schmuck.

Ein gesegnetes Auto oder ein gesegnetes Haus/eine gesegnete Wohnung (vielleicht noch versehen mit einem Kreuz oder der bekannten Christophorus-Plakette im Auto) soll uns daran erinnern, dass wir bei der Nutzung dieser Sachen sorgsam, verantwortlich und aus dem christlichen Geist heraus, diese Dinge nutzen sollen. Im Straßenverkehr gelten für uns Christ:innen nicht nur die gesetzlichen Regeln sondern auch unser christliches Menschenbild und unser Verständnis von der Schöpfung als Gott gegebenes Geschenk. Wir werden daran erinnert, als Christ:innen diese Gegenstände in rechter Weise zu nutzen und einzusetzen: im Straßenverkehr vorsichtig und sich rücksichtsvoll verhalten, auch Aspekte der Ökologie und des Umweltschutzes beachten (-> Bewahrung der Schöpfung).
In der Wohnung oder im Haus christliche Gemeinschaften zu pflegen.

Gesegnete Gegenstände werden also nicht dem profanen, dem alltäglichen Gebrauch entzogen, sondern sie sind gerade dafür bestimmt.
Oder um es anders auszudrücken: Gesegnete Gegenstände werden mit einem ‚Vorzeichen‘ versehen, das uns auf den christlichen Gebrauch und christliche Werte bei der Verwendung hinweisen will.

Fällt also die Verwendung und der Gebrauch gesegneter Gegenstände weg, so dürfen, ja müssen sie vielleicht sogar, entsorgt werden.

Beispiel: gesegnetes Fahrzeug

Ein Auto wurde gesegnet, weil die nutzende Person dieses Auto nutzen möchte, ohne dass damit Schaden für sich selber oder für andere angerichtet wird. (Das das in Fragen der Ökologie nicht ganz unproblematisch ist, steht auf einem anderen Blatt und soll hier nicht vertieft werden.)

Nun kommt das Auto nicht mehr über den TÜV und muss verschrottet werden.
Keiner würde auf die Idee kommen, dieses Auto nicht verschrotten zu lassen, weil es ja gesegnet worden war!
Aber wir werden uns auch bei diesem letzten Schritt die Frage stellen müssen: wie entsorgen wir dieses Fahrzeug, damit es keinen Schaden anrichtet? – Eine wilde Müllkippe zu nutzen, würde sich aus ökologischen und auch aus religiösen Gründen verbieten.
Wer also einen gesegneten Gegenstand entsorgen will, wird sich erst recht mit der Frage beschäftigen, wie dieser Gegenstand, auch unter christlichen Aspekten entsorgt wird.

Ich hoffe, das leuchtet ein!

Damit kommen wir aber zu einem Problem:

Gesegnete Gegenstände als Grab-Beigabe

Immer wieder hört und liest man, dass gesegnete Gegenstände, wie Kreuze oder Rosenkränze ja auch dem Grab einer verstorbenen Person beigegeben werden könnten, nach dem Motto: Gesegnete Gegenstände in ‚gesegneter‘ Erde!

Hört sich erst einmal gut an, ist aber nicht immer gut, wie ich finde!

Ökologisch handeln!

Denn, die Frage ist: was wir den Gräbern beigeben?

Ohne Zweifel – so sagte mir mal ein Friedhofsgärtner – sind Friedhöfe unsere gepflegtesten Sondermüll-Deponien (wenn man allein daran denkt, wieviel Medikamentenreste oder andere Gifte im menschlichen Körper durch die Bestattung mit ‚entsorgt‘ werden!)

Geben wir also ‚gesegnete‘ Gegenstände einem Grab bei, dann bitte auch darauf achten, aus welchem Material diese Gegenstände sind!
So sind viele Rosenkränze recht billig, teilweise aus Kunststoffperlen oder synthetischen Kordeln gefertigt. Längst bestehen alle Rosenkränze nicht mehr aus Baumwollkordeln und Holzperlen!

Gesegnete Gegenstände, die also nicht als Grabbeigabe ökologisch verantwortlich verrotten können, gehören meines Erachtens nicht mit ins Grab!
Sie gehören fachgerecht und umweltfreundlich entsorgt.

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Wenn wir uns diese Haltung aneignen, dann finden wir auch den Schlüssel dazu, wie wir grundsätzlich mit gesegneten Gegenständen umgehen können, die an das Ende ihrer Verwendungszeit gekommen sind.

Gesegnete Gegenstände sind nach meinem christlichen Verständnis so zu entsorgen, dass sie auch jetzt noch keinen Schaden anrichten, auch in ökologischer Hinsicht.

So gehören gesegnete Autos in eine ökologisch-nachhaltige Autoverwertung und wo möglich in weiten Teilen recycelt.
Das gleiche gilt auch für Häuser, deren Abriss und Entsorgung der verschiedensten Baumaterialien und Komponenten.
Wenn ich mir diese Haltung zu eigen mache, dann ist es auch vertretbar, gesegnete Gegenstände, die ohne sachgerechte Entsorgung ökologischen Schaden anrichten können, einer nachhaltigen Entsorgung oder Verwertung zuzuführen, also z.B. in den Hausmüll zu werfen, damit später ein Recycling oder eine umweltverträgliche Verwertung möglich ist.

Unter diesen Aspekten ergibt sich aus der Segnung bestimmter Gegenstände auch nach ihrem bestimmungsmäßigen Gebrauch noch ein weiterer Aspekt bei der Entsorgung, der auch wesentlich etwas mit der Segnung dieses Gegenstandes zu tun hat:

Ein ökologisch nachhaltiger Umgang mit gesegneten Gegenständen nach dem Ende ihrer aktiven Verwendungszeit!

Ich persönlich finde, da darf und sollte man die ganze Bandbreite einer pietätvollen und ökologischen Entsorgung auch für ‚gesegnete‘ Gegenstände nutzen; verbunden mit dem tiefen Gefühl von Dankbarkeit, Achtung und Respekt davor, was diese Gegenstände für Menschen in ihrer Spiritualität bedeutet haben, die sie einmal dafür genutzt haben.
Dies kann man zum Beispiel ja auch dadurch ausdrücken, dass man z.B. Holzkreuze, die nicht mit Schadstoffen behandelt wurden, verbrennt oder – wenn man sie dem Hausmüll zuführt – eigens liebevoll und ökologisch verpackt in die Tonne wirft und nicht – um es mal sehr deutlich auszudrücken – zusammen in einem Beutel mit benutzten Windeln entsorgt. (Um nur ein konkretes Beispiel zu nennen!).

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Für mich persönlich ist es deshalb auch möglich und sinnvoll, Bibeln dem Altpapier zuzuführen (wenn sie z.B. nicht schädigend verbrannt werden können), denn nicht das gedruckte Wort macht das Wort Gottes heilig, sondern das Wort Gottes in seinem Geistes ist heilig; Papier und Farbe sind hingegen nur irdische, innerweltliche Mittel (wie ein anderes das Hören des Wortes Gottes ist), mit denen dieses Wort Gottes uns ‚buchstäblich‘ geistlich und intellektuell zugänglich wird.

Ich habe für mich erkannt:




Zeichen für Israel

Ich muss meine Solidarität bekunden

Nach den grausamen Berichten über den Terror der Hamas und ihre bestialische Gewalt gegenüber Israelis ist es mir ein inneres Bedürfnis Solidarität mit Israel und mit allen Juden und Jüdinnen zu zeigen.

Auch ich habe große Sorge vor zunehmendem Antisemitismus und vor zunehmender Gewalt gegenüber Jüdinnen und Juden und ihren Einrichtungen hier in Deutschland.

Deshalb hängt seit heute, einem Sabbat, die israelische Flagge auf meinem Balkon!

Leider bin ich mir auch bewusst, dass dies nicht unbedingt auf Gegenliebe stößt, vielleicht auch gerade bei denen, die es nicht ertragen können, wie auch die Menschen im Gaza unter diesem Terror leiden und auch womöglich unter der Defensiv-Operation Israels.

Deshalb betone ich auch an dieser Stelle sehr deutlich, dass mich das Leid aller anrührt und nicht kalt lässt: das Leid der Israelis aber auch das Leid der Menschen im Gaza!

Wir wissen, die wir objektiv mit den Geschehnissen der letzten Tage umgehen wollen, dass Israel daran keine Schuld hat!
Verantwortlich allein ist die Hamas und jene, die die Hamas mit Geld und Waffen unterstützten.
Die Hamas nimmt die eigene Bevölkerung in Geiselhaft, missbraucht sie als menschliche Schutzschilde und fordert die eigenen Leute auf, sich nicht in Sicherheit zu bringen!

Wie verkommen und verroht ist diese Ideologie der Hamas, die blind in ihrem Hass buchstäblich über Leichen gehen und sogar die nötige Wasserversorung (Wasserrohre) herausreißen lässt, um daraus Abschussrampen für ihre menschenmordenden Waffen zu machen!




Depression: Videopodcast

Christian Durstewitz ist mit seinem Videopodcast „AntiDepresSiva“ an den Start gegangen

Der deutsche Sänger und Songwriter Christian Durstewitz, der unter anderem Deutschland beim European Songcontest 2010 in Oslo vertreten hat, ist selber an Depressionen erkrankt.

Seit einiger Zeit ist er mit eigenen Beiträgen dazu in den sozialen Medien vertreten.
Und seit wenigen Tagen hat er nun auch auf youtube seinen eigenen Videopodcast ‚AntiDepresSiva‘ am Start.

Als jemand, der auch schon mal eine depressive Episode von Anfang 2020 bis Herbst 2020 erlitten habe, habe ich viele seiner Beiträge gesehen und gehört und kann diese nur empfehlen.
Ich empfehle diese Beiträge für Betroffene und an Depression erkrankten Menschen aber auch besonders deren Zugehörige und Freunde.
Christian Durstewitz hat die Gabe, Themen, Dinge und Sachverhalte in gut verständlicher einfühlsamer Sprache auszudrücken, wozu Menschen mit Depressionen oft selber nicht in der Lage sind.

Dadurch gibt Christian Durstewitz Menschen mit Depressionen buchstäblich auch eine Stimme, die verstanden werden kann.

Hier verlinke ich nun zum Youtube-Kanal ‚AntiDepresSiva‘ von Christian Durstewitz und wünsche ihm damit viel Erfolg:

AntiDepresSiva – der Videopodcast von Christian Durstewitz

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Yerushalayim shel zahav

Vor vier Monaten haben Polizist:innen aus Israel eines der bekanntesten jüdischen Lieder gemeinsam gesungen.
Dieses Lied singt indirekt auch von der tiefsten Sehnsucht nach Frieden.
Doch vier Monate später hat der Terror der Hamas schrecklichstes Leid und größte Brutalität in dieses Land gebracht.

Ich erinnere an die Notwendigkeit der friedlichen Koexistenz von Palästinenser:innen und Israelis in einer Zwei-Staaten-Lösung und die totale Ächtung dieser grausamsten Verbrechen durch die Terrororganisation ‚Hamas‘ die die Methoden des Islamistischen Staates nun auch sich selber zu eigen gemacht hat.

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Ich bete um Frieden für Israel und Palästina!

Hevenu shalom alechem (trad. israel. Lied)

Deutsch

Wir wollen Frieden, Frieden,
Frieden für die Welt.

Englisch

May there be peace in the world…
peace, peace, peace, peace
all over the world.

Französisch

Nous voulons paix pour le monde,
paix pour tout le monde.

Italienisch

Vogliamo pace per tutti,
pace per ogni.


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Die israelische Nationalhymne – eine Hymne der Hoffnung



Lasst die Hoffnung nicht fahren …!

„Eine Hülle verhüllt alle Völker und eine Decke bedeckt alle Nationen!“ (vgl. Jes 25, 6-10a)

Erinnern Sie sich an die Worte aus der heutigen Lesung?
Jesaja benutzt dieses Bild.

Heute, fast 3.000 Jahre nachdem dieser Text geschrieben wurde, kann ich dieses Bildwort des Jesaja – leider – auch noch nutzen!
• Es liegt eine Hülle von Hass und Gewalt über den Völkern dieser Erde.
• Eine Decke aus Naturkatastrophen, aus Hunger, Leid und Tod bedeckt die Nationen!
Es scheint heute nicht anders zu sein, als zu den Zeiten des Jesaja.

Ja, wird das denn niemals enden?!“
so sagte mir am vergangen Dienstag jemand im Krankenhaus:
„Ich kann es nicht mehr ertragen, diese Nachrichten und Bilder aus der ganzen Welt; dem Krieg in der Ukraine, die terroristischen Massaker der Hamas in Israel, Bürgerkriege in anderen Ländern, noch dazu die ganzen Katastrophen und Klimakrisen und dann auch das Leid hier der Menschen, der Patient:innen! Und dann noch die menschenfeindliche Ideologie der rechtsnationalen Menschen und Parteien! – Ich kann es nicht mehr ertragen!“

Sie spricht sicherlich vielen von uns aus der Seele.
Unerträglich scheint es zu sein, die Zeit, in der wir leben.
Unerträglich schien auch damals die Zeit gewesen zu sein, in der Jesaja seinen heutigen Text hineingeschrieben hat.
Darin liegt der Grund für diesen Text!
Der vermeintlichen Unerträglichkeit unseres Seins will Jesaja ganz bewusst etwas entgegen setzen.

Das ist so, wie diese Woche beim Morgenmagazin: man hat ganz bewusst gute Nachrichten mit ins Programm genommen.
Gute Nachrichten in scheinbar unerträglichen Zeiten sind keine Vertröstungen oder Übertünchen irgendwelcher Realitäten. Sie sind das notwendige Korrektiv, um unsere Psychohygiene in Balance zu halten.

Wer mag in solchen Zeiten schon ans Feiern denken?

Doch genau das nimmt Jesaja in den Blick: „An jenem Tag wird der Herr der Heerscharen für alle Völker ein Festmahl geben. „ (Denn) ER hat den Tod für immer verschlungen und Gott, der Herr, wird die Tränen von jedem Gesicht abwischen. … An jenem Tag wird man sagen: Siehe, das ist unser Gott, auf ihn haben wir gehofft, dass er uns rettet. Das ist der HERR, auf ihn haben wir gehofft!“

Wir Menschen brauchen Perspektiven und Visionen, aber nicht, um uns von der Realität abzulenken, sondern um die Hoffnung nicht zu verlieren.
Denn die Hoffnung ist die Kraft, die uns motivieren kann, trotz aller Herausforderungen und Widerlichkeiten des Lebens nicht die Hände in den Schoß zu legen.
Menschen mit hoffnungsvollen Zukunftsperspektiven braucht es gerade in diesen Zeiten, jedoch keine billige Vertröstung auf die Zukunft, erst recht nicht aufs Jenseits!

Jesaja ist von der Hoffnung erfüllt, dass es bessere Zeiten geben wird und dass diese Zeiten von Gott heraufgeführt werden.
Aber er sagt auch deutlich, dass die jetzigen Zeiten völlig andere sind.
Der Dienst und die Botschaft des Jesaja sind so lebensnotwendig.
Sie nimmt die Gegenwart realistisch in den Blick; sie sagt ‚noch‘ ist es nicht so weit.

Wir leben noch in der Zeit vorher, das ist unübersehbar, mit vielen Grenzen, Unklarheiten und Todesmächten. Wir hoffen noch.
Und darin will er ermutigen: die Hoffnung nicht fahren zu lassen.

Die Sendung von uns Christ:innen in dieser Zeit könnte sein, dass wir Jesaja nacheifern und wir uns gegenseitig und auch anderen Hoffnung zusprechen.
Hoffnung zu machen, bedeutet dann: in unserem Leben bewusst Kontrapunkte zu setzen!
Solche Kontrapunkte müssen nicht immer großartig sein.

Ich erinnere mich da z.B. an eine Begegnung mit einem psychiatrischen Patienten in dieser vergangenen Woche.
Das Leben dieses Menschen war geprägt von Resignation, von Schwarzseherei und Verzweiflung, dass die Gesundung nicht voranschreitet.
Dann sein fatale Gedanke – die Angst – dieses Leben vielleicht mal leid sein zu würden; die Angst vor Suizidgedanken!
Vor meinem Urlaub ging es diesem Menschen besser und ich dachte, dass es jetzt nur noch bergauf gehen würde.
Doch das Gegenteil war eingetreten. Auch ich war da sprachlos.
Bei dieser Begegnung konnte ich nur da sein, diesem Menschen Raum geben, von seinem Leid zu reden.
Und nach gut dreiviertel Stunden erlebte ich eine Veränderung: die Tränen versiegten, die Atmung wurde entspannter, Ruhe kehrte ein.
Die Herausforderungen waren aber geblieben. Sie waren immer noch da, nicht weggeredet oder übertüncht.
Sie standen – vielleicht klarer als vorher – im Raum.

Und dennoch ist für den Augenblick so etwas zurück gekommen, wie Ruhe und Frieden.

Ich bat diesen Patienten, nur in diesem Augenblick des inneren Friedens zu bleiben, ihn auszukosten.
Denn nur dieser Augenblick zählte gerade.

Für einen Augenblick war die Angst gewichen.

Solche Augenblicke können auch die Hoffnung stärken.
Einen Augenblick lang zu erfahren, dass man das Leid tragen kann, kann die Hoffnung stärken, dass es in Zukunft immer wieder solche stärkenden Augenblicke gibt.
Solche noch so unscheinbare Augenblick sind heilvolle Augenblicke.

Einen Augenblick mal nicht sagen zu müssen: „Ich kann es nicht mehr ertragen…!“, das könnte manchmal der heilsamste Augenblick in momentaner Lebenssituation sein.
Vielleicht ist es nicht viel, aber in solchen Augenblicken ist es alles!


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Stand by Israel!

Die menschenverachtenden Massaker der Hamas erschüttern mich aufs äußerste!
Mich erschüttert, mit welcher Brutalität Menschen buchstäblich hingerichtet wurden.
Mich erschüttert, dass es – auch in unserem Land – Menschen gibt, die diese abscheulichen Verbrechen ‚feiern‘ – welche eine Verrohung und Perversität!

Gerade unsere deutsche Geschichte zeigt, welche Folgen solche Gesinnungen nach sich ziehen können.

Dem sage ich:

Nie wieder!

Und ich denke auch an die vielen Menschen in Palästina – von denen auch viele Christ:innen sind!
Sie alle werden von der Hamas für ihren perfiden Hass missbraucht! Die Hamas terrorisiert damit die eigenen Landsleute!

Mit aller Kraft und allen notwendigen Mitteln muss diesem Massenmord ein Ende gesetzt werden.
Friede und Versöhnung können niemals erreicht werden, wenn solche Verbrechen verübt und akzeptiert werden.


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