Warum nur ‚Bekloppte‘ …

den Ausbau der Atomenergie fordern können!

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/donau-pegel-atomstrom-100.html

Seit Jahren ist bekannt, dass es in Frankreich wiederholt zur Drosselung oder sogar zur Abschaltung von Atomkraftwerken kommen musste, weil die Kraftwerke durch Niedrigwasser in den Flüssen nicht mehr ausreichend gekühlt werden konnten, um weiter Strom produzieren zu können.
Nun sehen wir in diesem Sommer das ganze Ausmaß dieser unverantwortlichen Forderung nach dem Ausbau von Atomenergie oder sogar den Wiedereinstieg Deutschlands in die Atomenergie.
Verantwortungslose ZeitgenossInnen fordern diesen irrsinnigen Wiedereinstieg!
Aber sie ignorieren – mal wieder – Fakten!
Jetzt fehlt es sogar in Ungarn an gut 50% der nationalen Stromversorgung, weil das dortige Atomkraftwerk ebenfalls wegen Niedrigwasser vom Netz gehen musste.

Nicht genug, dass die Atomenergie eine unverantwortliche Energiegewinnung im Hinblick auf Kosten von hunderten von Generationen nach uns ist und die Endlagerfrage in Deutschland noch nicht geklärt ist.
Nicht genug, dass wir aus Tschernobyl und Fukushima nichts lernen wollen, sondern auf diese unsichere und tödliche Energie verzichten müssen.
Auch jetzt der Hitzesommer, dessen Ausmaß unzweifelhaft auch Folge des menschengemachten Klimawandels ist – was unerleuchtete und verblendete PolitkerInnen (insbesondere von weit rechts) ebenfalls hartnäckig und wider besserer Faktenlage leugnet, zeigt:

Atomkraftwerk hat keine Zukunft, weder energiepolitisch, noch wirtschaftlich noch ökologisch!

Nur Bekloppte, die ein ideologisches Brett vor dem Kopf haben, können immer noch den Ruf nach der Atomenergie stellen!

Es wird Zeit, dass wir endlich zukunftsfähige Energieversorgungstechnologien massiv fördern, die zugleich auch ökologisch und ökonomisch verantwortlich sind.

Heute gilt – mehr denn je:

ATOMKRAFT – NEIN, DANKE!




‚Leihmutterschaft‘

Bild von Tumisu auf Pixabay

ethische Fragen und Aspekte


Hintergrund:

In diesen Tagen wurde bekannt, dass der Fraktionsvorsitzende der CDU Jens Spahn und sein Ehepartner ein Kind über eine Leihmutterschaft bekommen haben.
Abgesehen von der ablehnenden Haltung der CDU/CSU ein solches Recht auf Leihmutterschaft in Deutschland zu verankern, führt dies zu einer öffentlichen Debatte über die sogenannte ‚Leihmutteschaft‘:
Mit meinen nachfolgenden Fragen möchte ich einen konstruktiven Beitrag zum öffentlichen Diskurs leisten.


Grundsätzliches

Die ethischen Fragen zur Leihmutterschaft müssen unabhängig davon gestellt werden, ob die zukünftigen Eltern Mutter und Vater, zwei Mütter oder zwei Väter sind.

Die Leihmutter

  • Darf der Körper einer Frau allein wegen seiner biologischen Fähigkeit, ein Kind auszutragen, genutzt werden?
    Ist es ethisch vertretbar, dass eine Frau ihren Körper für eine Schwangerschaft zur Verfügung stellt, nur weil sie dazu biologisch in der Lage ist?
  • Was bedeutet es, wenn finanzielle Not eine Rolle spielt?
    Viele Leihmütter bieten diesen Dienst an, weil sie in wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen leben. Sie tun es, um ihren Lebensunterhalt zu sichern.
  • Ist es ethisch gerechtfertigt, dass finanzielle Not zu einer solchen Entscheidung führt?

Biologische Mutterschaft und Rechte

Genetisch ist die Leihmutter in den meisten Fällen zu 50 % die biologische Mutter des Kindes.
In manchen Fällen ist es sogar möglich, dass eine Frau lediglich austragende Frau ist, insofern ihr eine bereits befruchtete Eizelle implantiert wird.

  • Welche ethische Bedeutung hat die frühe Bindung des Kindes zu seiner biologischen Mutter, die schon im Mutterleib entsteht?

  • Was bedeutet es für das Kind, wenn ihm diese Mutter entzogen wird und es später keine Möglichkeit hat, sie kennenzulernen?
    Ist dieses Recht veräußerlich?
  • Kann man das Recht eines Kindes auf seine biologische Mutter einfach „übertragen“ oder „verkaufen“?

Emotionale Bindung während der Schwangerschaft

Eine Frau baut während der Schwangerschaft nachweislich eine emotionale Bindung zu dem Kind auf, das in ihr wächst.

  • Hat diese Bindung keine Bedeutung?
  • Können wir einfach darüber hinwegsehen und sagen: „Geld regiert die Welt“?
  • Dürfen wir emotionale Bindungen ignorieren, nur weil ein Vertrag oder eine Bezahlung vorliegt?

Das Kind

Das Recht des Kindes auf seine Elter

Unser Familienrecht betont das Recht des Kindes auf seine Eltern.

  • Welche ethische Bedeutung hat die frühe Bindung des Kindes zu seiner biologischen Mutter, die schon im Mutterleib entsteht?
  • Was bedeutet es für das Kind, wenn ihm diese Mutter entzogen wird und es später keine Möglichkeit hat, sie kennenzulernen?
  • Ist dieses Recht veräußerlich?
  • Kann man das Recht eines Kindes auf seine biologische Mutter einfach „übertragen“ oder „verkaufen“?

Biogenetische Selektion vor der Befruchtung

Bei der Leihmutterschaft wird oft schon im Vorfeld eine Auswahl getroffen: Welche Frau kommt als Leihmutter infrage?
Dabei spielen biologische, genetische und sogar optische Kriterien eine Rolle:

  • Welche Haut‑, Haar‑ oder Augenfarbe soll das Kind haben?
  • Welche genetischen Eigenschaften soll es haben – oder nicht haben?
  • Gibt es genetische Vorerkrankungen bei der Leihmutter oder in ihrer Familie? • Wie ist dieses selektive „Bio‑Design“ ethisch zu bewerten?

Das „Recht“ auf Elternschaft

  • Gibt es ein natürliches Recht auf Elternschaft?
    Diese Frage wurde lange diskutiert – zunächst vor allem bei heterosexuellen Paaren, die keine Kinder bekommen konnten oder aus gesundheitlichen Gründen keine Schwangerschaft riskieren wollten.
    Durch die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehe betrifft die Frage nun auch gleichgeschlechtliche Paare.
    Ein einfaches „Ja“ oder „Nein“ greift zu kurz.
    Für Paare, die sich nach der Eheschließung eine Familie wünschen und dann erfahren, dass sie keine eigenen Kinder bekommen können, bedeutet das oft großes Leid. • Sollten solche Paare ein Recht auf Elternschaft haben?
  • Und würde dieses Recht dann auch ein Recht auf Leihmutterschaft oder Samenspende einschließen? • Was ist mit den oben genannten ethischen Fragen?

Sie verschwinden ja nicht. Sie bleiben bestehen – unabhängig davon, wie sehr sich ein Paar ein Kind wünscht.

Gibt es Alternativen?

Adoption als Möglichkeit

  • Ist es wirklich abwegig, auf Adoption hinzuweisen?
  • Durch Adoption können Kinder, die sonst keine Chance auf liebevolle Eltern hätten, in eine Familie kommen.
  • Ist es nicht auch ethisch wertvoll, solchen Kindern eine menschliche und liebevolle Entwicklung zu ermöglichen – vom Kind zum Erwachsenen?
Bild von Paii Zurii auf Pixabay

Weitere interessante Kommentare und Berichte:
Leihmutterschaft und der Fall Spahn: Die Frau als Brutkasten | taz.de

Umstrittene Leihmutterschaft: Sorgerecht für Leihmütter | taz.de

Theater Lübeck verhandelt Kinderwunsch: Das Drama geliehener Mutterschaft | taz.de




ich.könnte.kotzen

Seit Wochen leidet die Natur unter dringend benötigtem Regen.
Bäume und Sträucher in der Natur lassen ihre Blätter hängen.
Und in meiner nächsten Nachbarschaft wird allabendlich eine ökologisch sinnlose Rasenfläche mit wertvollem Trinkwasser gesprengt!

Bild von Helga auf Pixabay

Dies zeigt mir einmal mehr, dass so manche ZeitgenossInnen nicht über den Tellerrand schauen, sondern nur sehen, was auf ihrem Teller ist.
Wird Zeit, dass so etwas in solchen Zeiten generell verboten wird!




Der Geist wird euren Leib lebendig machen

Bild: www.pixabay.c0m

Impuls zum 14. Sonntag – Lesejahr A – 2026 in Verbindung mit Röm 8, 9.11-13

Die heutige Lesung aus dem Römerbrief spricht eine große Zusage aus:
Der Geist Gottes, der Jesus von den Toten auferweckt hat, wohnt in uns.
Und dieser Geist schafft Leben – nicht erst am Ende der Zeiten, sondern schon jetzt.

Paulus beschreibt damit eine Hoffnung, die das Herz des christlichen Glaubens bildet:
• Gott lässt das Leben nicht im Tod enden.
• Er führt es zur Vollendung.
• Und er beginnt damit bereits hier, mitten im Alltag.

Diese Hoffnung kann man nicht einfach voraussetzen.
Viele Menschen stellen sich – bewusst oder leise – die Frage:
Was wäre, wenn es das Ewige Leben nicht gäbe?
Was bliebe dann vom Glauben?

Diese Frage ist kein Ausdruck von Unglauben.
Sie ist ein ehrlicher Versuch, den Glauben von innen her zu prüfen.
Der Theologe Hans Küng hat das einmal so formuliert:
„Selbst wenn ich die Wette, dass es Gott gibt, im Tod verlöre, hätte ich für mein Leben nichts verloren.“

Dieser Gedanke zeigt:
Der christliche Glaube ist nicht nur eine Hoffnung für das Jenseits.
Er ist eine Lebensform, die schon jetzt trägt.

Was schenkt dieser Glaube?
Er lehrt die Liebe – zu sich selbst und zum Nächsten.
Er erinnert daran, dass jeder Mensch Würde hat, unabhängig von Leistung.
Er eröffnet die Möglichkeit des Neubeginns, weil Fehler nicht das letzte Wort haben.
Er schafft Frieden durch Vergebung.
Er ruft zur Freiheit, die aus der inneren Würde kommt.
Und er verbindet uns mit der ganzen Schöpfung und weckt Verantwortung für sie.

All das ist Ausdruck des Geistes Gottes, der in uns wohnt.
Dieser Geist macht lebendig – auch in Situationen, die schwer sind, auch in Zeiten der Unsicherheit.

Darum ist die christliche Hoffnung mehr als eine Wette auf das Ewige Leben.
Sie ist eine Kraft, die das Leben verwandelt.

Und wer die Frage „Was wäre, wenn…?“ zulässt, kann entdecken:
Der Glaube ist sinnvoll.
Er trägt.
Er macht das Leben menschlicher.
Er öffnet Wege, die ohne ihn vielleicht verschlossen blieben.

Paulus sagt:
Gottes Geist macht lebendig.
Das ist die Zusage, die uns heute geschenkt wird.
Sie gilt für das Leben nach dem Tod – und sie gilt für das Leben davor.

Darum halten wir fest:
Dieser Glaube ist Hoffnung für die Zukunft und Kraft für die Gegenwart.
Er führt in die Freiheit der Kinder Gottes.




Kannst du gut …

… für dich sorgen?!

Diese Tage mit ihrer Hitze stellen mich persönlich schon vor gewaltige Herausforderungen.
Nicht nur, dass wir eine bisher nie da gewesene Hitzephase mit Temperaturen um die 40 Tage erleben, und das sogar drei Tage lang.
Nein, auch, weil diese Hitze keine Bagatelle mehr ist!
Das ist die erlebbare Klimakrise – und das ist erst der Anfang!

Zurecht wird seitens von MedizinerInnen darauf hingewiesen, dass dies eine medizinische Notfall-Situation ist.

Ich selber merke es – vielleicht noch einmal mehr – wegen meines Long-Covids.

Long-Covid verträgt keinen Stress, Long-Covid verträgt keine Anstrengung, die über den Rahmen hinausgeht, den ich sonst beim Pacing einhalten würde.
Vielleicht ist es auch ein Glück, dass ich viel stärker diese Belastung spüre und somit auch viel deutlicher mit der inneren Stimme konfrontiert werde: „Sorge gut für dich!“.

Aber: das ist leichter gesagt, als getan.

Denn:
Da gibt es dann noch die inneren Stimmen, die mich mahnen, doch auch meinen ‚Pflichten‘ nach zu kommen, sei es im dienstlichen wie im privaten Kontext.
Da ist die Frage, in welchem Rahmen ich noch verantwortlich Gottesdienst feiern kann, wenn die Krankenhaus-Kapelle innen über 30 Grad hat und das Öffnen der Fenster bei fast 40 Grad Außentemperatur zumindest ein fataler Fehler, wenn nicht sogar eine Verantwortungslosigkeit wäre.
Da ist die Frage, ob ich an einem Konzert unseres Chores teilnehmen werde, das zwar in einer Kirche ist.
Diese wird vielleicht etwas kühler sein, als die Außentemperaturen.
Nur: die letzten Tage haben mich und meine Gesundheit geschwächt.
Eine Urtikaria (wohl eine Hitzeurtikaria), die vor einigen Jahren ausgebrochen ist und ich dann wieder ganz gut im Griff habe, überfällt seit vorgestern meinen Körper wieder. Kleine, stark juckende Pusteln an Unterarmen und Unterschenkeln zeigen mir: ‚Meinem Körper geht es nicht gut!‘.

Wie reagiere ich auf diese Warnsignale des Körpers?
Oder sind die inneren Gegenstimmen der ‚Pflicht‘ so groß, dass ich diese Warnzeichen ignorieren möchte oder sogar ignoriere?

Nach einem inneren Kampf habe ich mich dazu entschieden, den Gottesdienst morgen ausfallen zu lassen.
Nach einem inneren Kampf habe ich mich dazu entschieden, beim Konzert heute Abend nicht mitzusingen.

Aber …

ja, es ist dieses permanente „ABER“ in meinem Kopf, das mir das Gefühl gibt, nicht mit einer gewissen Selbstsicherheit zu meinen vernünftigen Entscheidungen zu stehen und innerlich mit diesen Entscheidungen die Ruhe gefunden zu haben.

Ich will es dennoch durchhalten, denn ich bin – bei aller gesundheitlichen Beschwerden – dankbar, dass mein Körper es noch nicht aufgegeben hat, mit mir zu kommunizieren und sich mir mitzuteilen. was gut und was schlecht für mich ist.

Warum offenbare ich mich hier so?
Weil ich sicher bin, dass ich nicht der/die Einzige bin, der es momentan so geht.

Was gibt dir eine innere Sicherheit und Standhaftigkeit für deine vernünftigen Entscheidungen?




Dreifaltigkeit

Eine Annäherung für unseren alltäglichen Glauben

Bildquelle: Autor/-in unbekanntUnknown author, Public domain, via Wikimedia Commons, Bildquelle!

Wenn wir heute das Fest der Dreifaltigkeit feiern, stehen wir vor einem der größten Geheimnisse unseres Glaubens. Und vielleicht fragen Sie sich – wie ich auch immer wieder –: Was kann man darüber eigentlich sagen, ohne sich zu verrennen?

Wir glauben an einen Gott, der uns auf drei verschiedene Weisen begegnet:

– als Vater, der Himmel und Erde geschaffen hat, alles Sichtbare und Unsichtbare,

– als Sohn, der wirklich Mensch geworden ist und uns erlöst hat,

– und als Heilige Geistkraft, die uns begleitet, stärkt und führt.

Das klingt vertraut. Und doch spüren wir: Ganz fassen können wir dieses Geheimnis nicht.

Ein Bild aus der Natur – und ein kleines Wunder der Physik

Wir suchen oft nach Bildern, die uns helfen, der Dreifaltigkeit näherzukommen.

Eines davon ist das Wasser: Es kann fest sein wie Eis, flüssig wie Wasser und gasförmig wie Dampf. Drei Erscheinungsweisen – und doch bleibt es immer Wasser.

Als ich einmal mit einem befreundeten Professor und Naturwissenschaftler über das Thema ‚Dreifaltigkeit‘ sprach, erzählte er mir von einem faszinierenden Experiment:

Unter ganz bestimmten Bedingungen kann Wasser alle drei Aggregatzustände gleichzeitig haben. Eis, Wasser und Dampf – nebeneinander, im selben Augenblick. Die Physik nennt das den Tripelpunkt.

Das hat mich beeindruckt. Denn es zeigt:

Manchmal gibt es in dieser Welt Dinge, die gleichzeitig verschieden und doch eins sind. Dinge, die wir nicht erklären müssen, um sie staunend wahrzunehmen.

Vielleicht hilft uns dieses Bild, wenn wir weiter über die Dreifaltigkeit nachdenken.

Ein Gott der Beziehung

    In den Evangelien der letzten Wochen haben wir gehört, wie eng Vater, Sohn und Geist miteinander verbunden sind. Jesus sagt:

    – „Ich und der Vater sind eins.“

    – „Wer mich sieht, sieht den Vater.“

    – „Ich lasse euch nicht allein – ich sende euch den Beistand.“

    Unser Gott ist ein Gott der Beziehung.

    Die drei Personen sind miteinander verbunden – und jede von ihnen sucht Beziehung zu uns.

    Unser Glaube an die Dreifaltigkeit zeigt sich also nicht darin, dass wir alles erklären können, sondern darin, wie wir mit Gott leben.

    Augustinus am Strand – und die Grenzen unseres Verstandes

      Denn eine Legende aus dem Leben des heiligen Augustinus macht mir etwas deutlich:

      Eines Tages spazierte Augustinus am Strand entlang, während er mitten in den Vorbereitungen für sein Buch über die Heilige Dreifaltigkeit stand. Plötzlich entdeckte er einen Jungen, der mit einem Löffel immer wieder Meerwasser in ein kleines, selbst-gegrabenes Loch schaufelte.

      Neugierig hielt Augustinus an und fragte den Knaben, was er da tue. Der Junge erklärte, er wolle das Meer austrocknen, indem er es in dieses Loch gieße.

      Amüsiert und ein wenig mitleidig lächelnd, wies Augustinus darauf hin, dass das Meer dafür viel zu groß sei. Doch der Junge konterte: „Wahrscheinlicher wirst du das Meer auf diese Weise leer bekommen, als du mit deinem Verstand das Geheimnis der Dreifaltigkeit auch nur annähernd ergründen kannst. Es ist einfach zu groß.“

      Dabei verglich der Knabe das Meer mit der Dreifaltigkeit, sein Loch, das er aushob, mit Augustinus’ entstehendem Buch und den Löffel mit dessen Verstand.

      Diese Geschichte zeigt:

      Wir können Gott nicht in unser kleines Denk-Loch schaufeln.

      Und das ist völlig in Ordnung.

      Was bedeutet die Dreifaltigkeit für mein Leben?

        Ich habe im Studium die Trinitätslehre nie vollständig verstanden.

        Aber ich habe etwas anderes verstanden:

        Die Dreifaltigkeit hat mit meinem Leben zu tun. Mit meiner Beziehung zu Gott.

        Ich glaube an Gott, den Vater.

        Wenn ich staune über die Natur, über die Vielfalt des Lebens, über die Geheimnisse der Biologie, Physik und Chemie – dann spüre ich:

        Da ist ein Ursprung.

        Da ist einer, der uns geschaffen hat und uns Verantwortung für diese Welt anvertraut.

        Ich glaube an Gott, den Sohn.

        Jesus hat uns gezeigt, wie Gottes Liebe aussieht – menschlich, nahbar, verletzlich.

        Er kennt unsere Schwächen und unsere Schuld.

        Und er zeigt uns:

        Gottes Liebe lässt uns nicht fallen.

        Ich glaube an die Heilige Geistkraft.

        Sie ist die Kraft, die mich tröstet, wenn ich zweifle.

        Die mich stärkt, wenn ich müde bin.

        Die mich führt, wenn ich nicht weiß, wohin.

        Sie ist Gottes Nähe in meinem Alltag.

        So glaube ich an den dreifaltigen Gott

        An den Vater, der mich geschaffen hat.

        An den Sohn, der mich erlöst.

        An die Heilige Geistkraft, die mich begleitet.

        Ein Gott – drei Weisen, wie er mir begegnet.

        Ein Geheimnis – und doch ganz nah.

        Ein Gott, der mein Leben umgibt, vom Anfang bis zur Vollendung.

        Foto: Gerd A. Wittka, 2025