In einer Begegnung mit Seminaristen hat Papst Leo XIV. auf zwei wichtige Aspekte hingewiesen, die mir im Laufe meines priesterlichen Lebens immer wichtiger geworden sind: Christusfreundschaft vertiefen und die Beziehung zur Heiligen Geistkraft pflegen.
Theologische Bildung ist ein wesentliches Element der Priesterausbildung. Angesichts der täglichen Herausforderungen im konkreten Dienst und auch beim Blick auf die Veränderungen in Kirche und Gesellschaft gibt es mindestens noch zwei ebenso wichtige Säulen, die in der priesterlichen Existenz nötig sind: Die Vertiefung der Christusfreundschaft und die intensive Beziehungspflege zur Heiligen Geistkraft.
Deshalb bin ich froh und dankbar, dass Papst Leo XIV. genau auch diese beiden Aspekte bei der Begegnung mit Seminaristen in diesen Tagen beton hat.
Erzählt euren Angehörigen und Bekannten von dieser Betrugsmasche! Wieso haben diese Verbrecher immer noch Erfolg?! Weil wir unsere älteren Mitbürger:innen nicht genügend informieren! Das muss sich ändern! Macht bitte mit! Danke!
Innerhalb meines persönlichen Beziehungsnetzes oder in Gruppen gemeinschaftlicher Aktivitäten: Immer wieder werde ich mit der Forderung konfrontiert, doch „bitte die Politik rauszuhalten“.
Mir fällt es schwer, diese Haltung zu verstehen. In einer Demokratie, wie hier bei uns in Deutschland ist es wesentlich, dass die Menschen in diesem Land auch politisch sind, denn sonst wären wir nur ‚Stimmvieh‘, das in regelmäßigen Abständen zur Wahl aufgefordert wird und dann ruhig zu sein hat.
Aber nein. Das stimmt ja auch nicht! Denn landein und landaus gibt es ja vielfältige Möglichkeiten, sich politisch zu äußern. Doch da bleibt es dann meistens bei der Kritik an Politik, Parteien und Politiker:innen, sei es qualifiziert oder unqualifiziert. Letztes ist leider häufiger anzutreffen!
Inhaltlich findet jedoch selten eine ausführliche und differenzierte Auseinandersetzung statt, es sei denn in dafür ausgewählten und exklusiven ‚Zirkeln‘, wie politischen Organisationen, sei es Gewerkschaften, Parteien, Bürger:innen-Initiativen oder vielleicht noch Religionen.
Doch in unserem alltäglichen Umgang scheinen politische Themen und der Austausch politischer Ansichten nicht ‚en vogue‘, ja sogar manchmal ein Tabu zu sein.
Dazu gesellt sich dann mein Eindruck, als würden manche meinen, der politische Diskurs würde ‚die Stimmung versauen‘.
Dabei sind es doch jene, die immer wieder über Politik und Politiker:innen mäkeln, die die Stimmung in unserem Land versauen!
Ich kann mir nicht vorstellen, dass der respektvolle und wertschätzende Dialog über politische Themen die Stimmung, geschweige denn menschliche Beziehungen versauen oder gefährden kann. Es sei denn, man kann die Beziehungsebene von der inhaltlichen Ebene nicht trennen.
Gerade in diesen Tagen, wo unsere Demokratie vor großen Herausforderungen steht und wir uns die Frage stellen müssen, ob wir eine freie und offene Gesellschaft bleiben wollen und können, finde ich es nicht nebensächlich, sich auch in alltäglichen Begegnungen über politische Themen auszutauschen.
Aber vielleicht kannst du mir deine Meinung und deine Überlegungen dazu mitteilen?
Warum wählen ….?
Im Gespräch …
… mit anderen bekomme ich immer wieder zu hören, dass sie ‚dieses Mal‘ doch ziemlich unsicher sind, welcher Partei sie ihre Stimme geben sollen. Solche Sätze habe ich aber auch schon zu den anderen Wahlterminen immer wieder zu hören bekommen. Aber vielleicht ist das ein gutes Zeichen, wenn Menschen ehrlich solche Worte sagen; zeigen sie mir doch, dass sie sich auch wirklich mit der Frage beschäftigen, welche Partei es Wert ist, ihre Stimme zu bekommen.
Was will ich und was nicht?
Wenn ich meine Stimme vielleicht nicht eindeutig einer Partei geben möchte, weil es immer auch noch Unsicherheiten gibt, ob (m)eine Stimme dort am besten ‚angelegt‘ ist, gibt es auch noch die Möglichkeit, sich zu fragen, was ich auf keinen Fall möchte!
Bei mir jedenfalls ist die Sache klar! Ich wähle auch deshalb, weil ich nicht möchte, dass eine bestimmte politische Richtung die Oberhand in meinem Land bekommt.
Ich wähle, weil ich weiß, was ich NICHT WILL!
Es gibt keine Partei, die wirklich alle politischen Fragen so beantwortet, wie ich sie gerne beantwortet haben möchte. Deshalb ist es mir wichtig, nach der Partei zu fragen, mit der ich möglichst die meisten inhaltlichen Übereinstimmungen habe. Genau so wichtig ist, mir aber auch, zu wissen, mit welcher Partei ich die wenigsten politischen Übereinstimmungen habe oder die ich Grund weg ablehne, weil sie meinen Grundwerten und Idealen fundamental diametral entgegen stehen.
Ich gehe also deshalb wählen, um zu verhindern, dass solche politischen Kräfte stark werden, von denen ich niemals wünsche, dass sie jemals politische Regierungsmacht übertragen bekommen!
Nicht wählen gehen?
Nicht wählen zu gehen ist keine gute Option. Ja, ich weiß, dass manche meinen, dass ihre einzelne Stimme doch nichts bewirken kann. Doch das stimmt nicht!
In Deutschland haben wir ein Verhältniswahlrecht. Das Verhältniswahlrecht ist ein Wahlsystem, bei dem die Sitze in einem Parlament entsprechend dem Stimmenanteil der Parteien verteilt werden.
Das bedeutet:
Wenn eine Partei 40 % der Stimmen bekommt, erhält sie ungefähr 40 % der Sitze im Parlament.
So haben auch kleinere Parteien eine Chance, ins Parlament zu kommen, wenn sie eine bestimmte Mindestgrenze (z. B. 5 %-Hürde in Deutschland) überschreiten.
Für jede einzelne nicht abgegebene Stimme bedeutet dies zugleich, dass die abgegebenen Stimmen mehr Gewicht haben.
Ein Beispiel:
Es gibt drei Parteien, die zur Wahl antreten; nennen wir sie „Partei A“, „Partei B“ und „Partei C“.
Von drei wahlberechtigten Personen geht nur eine Person wählen und sie wählt die „Partei A“. Hier hat dann die Partei A 100% der abgegebenen Stimmen erhalten.
Gehen von den drei wahlberechtigten Personen zwei Personen wählen und wählt die eine Person die „Partei A“ und die andere Person die „Partei C“, dann sieht das Ergebnis wie folgt aus: Partei A: 50% Partei B: 0% Partei C: 50%
Gehen von den drei wahlberechtigten Personen alle drei Personen wählen und wählt die erste Person die „Partei A“, die zweite Person die „Partei C“ und die dritte Person die „Partei B“, dann sieht das Ergebnis so aus: Partei A: 33% Partei B: 33% Partei C: 33%
Wenn nun jene beiden die die Parteien B oder C gewählt haben, partout nicht wollen, dass die „Partei A“ an die Macht kommt, dann haben durch diese Wahl schon die Parteien B und C eine Mehrheit, um eine Koalition zu bilden und die Partei A nicht an die Macht kommen zu lassen.
Allein dieses kleine mathematische Beispiel zeigt, wie wichtig jede einzelne Stimme sein kann.
Wenn ich mir dessen bewusst bin, dann kann ich wählen gehen, auch wenn ich nicht mit allen Inhalten einer Partei übereinstimme, aber weil ich weiß, dass ich eine bestimmte Partei nicht an der Macht haben will.
Deshalb gehe ich auch am 23.2. wählen!
Ich weiß aber auch schon welche Partei ich wähle, weil deren Inhalte am meisten mit meine Ansichten einer freien, rechtsstaatlichen Gesellschaft und Demokratie übereinstimmt, die zugleich auch wirtschaftlich, sozial und ökologisch große Verantwortung zeigt, für die Menschen heute aber auch für die nachfolgenden Generationen, hier bei uns in Deutschland, aber auch in Europa und weltweit!