tod.bewusst.sein

Ich habe heute eine sehr interessante Äußerung von Ferdinand von Schirach gehört, die mich ins Nachdenken bringt:

Der Tod geht uns nichts an.
Solange wir da sind, ist der Tod nicht da.
Und wenn der Tod da ist, sind wir nicht mehr da.
es ist nun einfach mal so, dass, wenn wir tot sind, unsere Persönlichkeit nicht mehr da ist.
Was auch immer dann mit ihr passiert …
ob sie noch weiter existiert, ob sie nicht mehr existiert … kein Mensch kann das sagen.

(Ferdinand von Schirach)

Ich will das jetzt erst mal einfach so stehen lassen und nachdenken.

Vielleicht hast du einen Gedanken dazu?
Dann schreib ihn mir bitte in die Kommentare.




Fastenzeit – Prüfen

… um zu verstehen

Im Krankenhaus widmen wir uns von der evangelischen und katholischen Krankenhaus-Seelsorge der diesjährigen Jahreslosung und schauen uns einige Aspekte der Jahreslosung etwas näher an.
Mit Texten laden wir die Besucher:innen der Krankenhaus-Kapelle zu Besinnung und zum Nachdenken ein.

Hier veröffentliche ich einige Texte, die ich dazu geschrieben habe:


Mit bebendem Herzen und funkelndem Blick
trete ich aus dem Schatten des Bekannten hervor,
hinterfrage das Dröhnen des Alltäglichen
und lausche dem Ruf der verborgenen Wahrheiten.

In jedem Zweifel liegt ein Samen,
bereit zu erblühen im klaren Licht der Erkenntnis.
Ich wage mich ins Dickicht der Fragen,
denn in der Ungewissheit wohnt die Möglichkeit
eines neuen, leuchtenden Pfades.

In dieser Welt finde ich einen bunten Strauß aus Stimmen und Farben,
und ich, ein neugieriger Wanderer,
öffne die Türen, die lange verschlossen schienen,
um zu erfahren, was jenseits des Sichtbaren liegt.

Ich wage es, zu prüfen!
Nicht, um zu zerstören,
sondern um zu verstehen,
um die Schichten des Verborgenen zu lüften
und in der Tiefe des Seins
das unendliche Licht der Wahrheit zu finden.

© Gerd A. Wittka, 2025