Ich sehne mich oft nach Ruhe und Frieden in meinem Leben, in dem mich Gedanken und Gefühle martern.
Ruhe und Frieden sind Gefühle der inneren Freiheit
wo nichts und niemand
mit das Leben schwer macht
Starke Sehnsucht nach dem was erst wohl mit dem letzten Atemzug zu haben wird
Und trotzdem will ich noch hier und jetzt bleiben
Ruhe und Frieden eine Sehnsucht die sucht und sucht und …
(c) Gerd A. Wittka, 07.10.2024
„Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden.“ (Lk 11,9b)
Nicht, wie es scheint …
Es sieht aus, wie Freizeit, ist aber ‚Arbeit‘, Foto: Gerd Wittka, 11.7.2024
Was hier aussieht wie ein zufriedenes Gesicht in meiner Freizeit, ist aber für mich ‚richtige Arbeit‘.
Meine Long-Covid-Symptomatik bringt es mit sich, dass ich meinen Rahmen finden muss, in dem ich aktiv sein kann, ohne einen ‚Crash‘ zu verursachen, d.h. also, ohne mich zu übernehmen. Den Rahmen zu finden, in dem ich gut aktiv sein kann, darum geht es beim Pacing.
Und so bin ich heute am frühen Mittag aufs Fahrrad gestiegen und habe knapp 18 km Richtung Heidhof gemacht. Etwas über eine Stunde war ich unterwegs. Und nach ca. 15 Kilometern habe ich gespürt, wie die Kräfte deutlich nachließen und ich mehr Unterstützung durch den E-Motor meines Bikes benötigte.
Foto: Gerd Wittka, 11.7.2024
Natürlich habe ich dabei auch diese Natur genossen. Das ist ja kein Widerspruch. Ich genieße ja auch die Natur und den Park am Krankenhaus, wenn ich – auf einer Bank sitzend – ein seelsorgliches Gespräch mit Patient:innen führe.
Am Ende zählt aber während meiner AU, dass ich es immer klarer bekomme, wo meine Kapazitäten und wo meine Belastungsgrenzen sind. ‚learning by doing‘, wie der ‚alte‘ Engländer sagen würde! 😉
Jetzt, gegen 16.00 Uhr, bin ich ‚hundemüde‘ und werde mich wieder etwas hinlegen. Dies geschieht aber in dem Bewusstsein, dass ich wieder etwas für mich und hoffentlich auch gegen mein Long-Covid getan habe.
Hier im ‚Revier‘ ist es einfach (auch) schön! – Foto: 11.7.2024Ist das Natur- oder Kulturlandschaft? Woher kommt das Wasser? Spätfolgen des Steinkohlebergbaus hier im Revier? – Foto: Gerd Wittka, 11.7.2024
In der Regel sorgen sich Frauen als werdende Mütter gut neun Monate sehr fürsorglich um das Kind, das in ihnen heran wächst. Sie haben bisweilen bange Ängste, ob das Kind wohlbehalten und gesund zu Welt kommt.
Dann – während der Geburt – bringen sie das Kind unter Schmerzen zu Welt; Schmerzen, die kein Mann der Erde nachvollziehen kann.
Wieviel Sorge und Entbehrungen wenden werdende Mütter auf, in der Sorge um ihr ungeborenes Kind?!
Und dann später, sollen diese Kinder – meist Söhne – als Kanonenfutter und für kriegstreiberische Potentaten ihr Leben geben?!
Wann endlich stehen die Mütter dieser Erde auf und lassen ihre Kinder nicht mehr in den Krieg ziehen?! Wann endlich sollen ihre Sorgen und ihre Schmerzen nicht vergeblich gewesen sein?!
Steht auf …!
Demokratie ist kein Selbstläufer
Momentan erleben wir Zeiten, wo die Demokratie von Feinden der Demokratie bekämpft wird:
Verbal durch Verächtlichmachung von traditionellen und demokratischen Parteien in unserem Land und zügel- und respektlose verbale Attacken gegen Politikerinnen und Politiker, die ihr Leben und Wirken unserer Demokratie und unserem Staat widmen.
Es sind Personen, wie du und ich, aus der Mitte unserer Gesellschaft. Es sind Menschen, die mitten unter uns aufgewachsen sind und mitten unter uns leben. Es sind Menschen, die von uns in freien, gleichen und geheimen Wahlen bestimmt wurden, für uns demokratisch Entscheidungen zu treffen, in den Kommunen und Städten, in den Regierungsbezirken und Ländern und auch im Bund!
Wir dürfen dafür dankbar sein! Stellen wir uns gemeinsam schützend vor diese Menschen, die wir gewählt haben und die unsere NachbarInnen sind!
Stattdessen trägt die verbale Verächtlichmachung durch rechte und rechtspopulistische Parteien wie der AfD abscheuliche Früchte. Durch diese Verächtlichmachung fühlen sich manche geradezu ‚ermutigt‘ auch physische Gewalt gegen PolitikerInnen zu verüben. Sie wollen uns zu Marionetten ihrer Macht- und Gewaltphantasien machen, ob psychische oder physische Gewalt!
Wer demokratisch gesinnt ist, darf das nicht akzeptieren und zulassen! Wir müssen weiterhin aus unserer deutschen grausamen Vergangenheit lernen. Wir müssen erkennen, dass damals bei den Nazis alles genau so begonnen hat!
Diese Wicht und seine ‚Hunde‘ dürfen keine Zukunft haben!
Nie wieder!,
heißt: auch heute jetzt aufzustehen gegen antidemokratischen Tendenzen, gegen menschenverachtende Deportationspläne, gegen rechtspopulistische Propaganda, die unsere Freiheit angreifen!
Stehen wir auf gegen die Feinde der Demokratie! Sehen wir auf gegen die demokratiefeindliche Propaganda der ideologischen Verbündeten von autokratischen und diktatorischen Regimen wie in China und Russland!
Leben wir Freiheit! Leben wir Respekt und Toleranz! Leben wir unsere Demokratie!
Für Deutschland! Für Europa! Für Freiheit! Für Frieden! Für Demokratie!
‚Der ewige Bund‘ – im Zeichen des Regenbogens
Am 1. Fastensonntag haben wir den Gottesdienst in der Krankenhaus-Kapelle unter dieses Zeichen gestellt.
Der Regenbogen ist ein archetypisches Symbol. In vielen Mythen spielt er eine Rolle.
In der 1. Lesung aus dem Alten Testament hörten wir Gen 9, 8-15.
Quelle: www.pixabay.com
In der griechischen Mythologie galt er als Kennzeichen der Götterbotin Iris, die auf dem Regenbogen hinabstieg. Im Alten Orient galt der Regenbogen als Symbol des Sieges nach dem Streit zwischen den Göttern. Kein Wunder also, dass er auch in der Bibel einen wichtigen Stellenwert hat.
Der Regenbogen gilt als Zeichen der Verbindung von Himmel und Erde, Gott und den Menschen. Er ist nach biblischen Verständnis zugleich ein Symbol der Hoffnung und der Errettung. In seiner Farbenpracht steht er gleichzeitig für Vielfalt.
Im gesellschaftlichen Leben erleben wir die Symbolik des Regenbogens
als Friedenszeichen (seit 1961 ist die Regenbogenfahne mit dem Schriftzug „pace“ das Symbol der italienischen Friedensbewegung, das mittlerweile international genutzt wird),
als Zeichen sexueller Vielfalt und
als Zeichen für den Umweltschutzund der Bewahrung der Schöpfung (greenpeace).
Foto: (c) Gerd A. Wittka, 2024
Das Giveaway war ein kleines Stück Regenbogen-Band, welches sich die Gottesdienstteilnehmer:innen mit nach Hause nehmen konnten. Früher hatte man – um sich an etwas zu erinnern – einen Knoten ins Taschentuch gemacht. So waren die Teilnehmenden eingeladen, dieses Bändchen irgendwo, wo sie tagtäglich darauf schauen, fest zu machen, z.B. am Schlüsselbund (wie ich es getan habe) oder an Reißverschlüssen von Rucksack, Taschen oder anderen Alltagsgegenständen.
Foto: (c) Gerd A. Wittka, 2024
Dieses Zeichen möge uns besonders in der Fastenzeit daran erinnern, dass Gott mit uns und mit der ganzen Schöpfung einen ewigen, unverbrüchlichen Bund geschlossen hat. ER lädt uns ein, immer wieder in diesen Bund mit IHM einzutreten – alle Tage unseres Lebens.
Luftalarm
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Im ZDF-Morgenmagazin berichtet Timm Kröger über die EU-Beitragsverhandlungen der Ukraine. Auf einmal hören wir im Hintergrund Luftalarm. Auf den Hinweis von Mitri Sirin, das Interview zu beenden, wenn es gefährlich wird, antwortet Timm Kröger, dass wohl noch Zeit für eine weitere Frage sei.
Mich ließ dieses Szene erschauern. Wichtige politische Weichenstellungen in Kriegszeiten mit lebensbedrohlichem Alarm im Hintergrund.
Für die Menschen in der Ukraine schon seit über einem Jahr bitterer Alltag.
Doch ’normal‘ darf es nicht werden, weder für die Ukraine noch für uns.
Deshalb muss die Ukraine weiter von der EU und von Deutschland finanziell und militärisch unterstützt werden.
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Kriegstreiber dürfen in unserer Zeit nicht die Gewinner werden! Niemals und nirgendwo!