Wie Wind, der durch die Äste weht: so vieles kommt, so vieles geht. Gedanken, Worte, laut und still, doch nicht alles zeigt, was es will!
Drum prüfe klug mit Herz und Sinn, was bringt dir Frieden, was hat Gewinn? – Was Wahrheit spricht, was Liebe webt, was Mut dir schenkt und Hoffnung hebt.
Im zweiten Jahr werden wir in diesem Jahr Ostern unter Coronabedingungen feiern. Eigentlich müssten wir schon Übung daran haben, aber dennoch erscheint es uns weiterhin unwirklich und fremd. Vieles vermissen wir schmerzlich. Darunter auch viele gute Gewohnheiten und Begegnungen. Dazu kommen neue Herausforderungen und Belastungen, die unserem Alltag eine andere Prägung geben, als wir es bisher gewohnt sind.
Als Seelsorger bekomme ich das selber zu spüren. Ressourcen, die ich vorher gewohnt für bestimmte Dinge und Aufgaben zur Verfügung hatte, muss ich nun neuen Herausforderungen widmen.
Das hinterlässt bisweilen auch Unzufriedenheit oder gar Enttäuschungen, weil Erwartetes nicht erfüllt wird und erfüllt werden kann.
Diese Erfahrung ist für mich genau der Punkt, wohin ich in diesem Jahr meinen österlichen Sinn ausrichten möchte: in Mitten von all dem, was niedergeht, jenes in den Blick zu nehmen, was zugleich an Neuem geschieht.
Denn wir fallen durch die Veränderungen ja nicht in ein Vakuum, auch wenn sich das manchmal so anfühlt.
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Es ist keine Leere, sondern eher das Gefühl, dass Vertrautes nicht mehr da ist; einfach verschwunden, oder überdeckt. So entsteht für mich keine Leere, sondern ein Freiraum, der neu gefüllt werden darf.
Dieses neue Leben möchte ich an diesem Osterfest besonders in den Blick nehmen und feiern.
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Den geschenkten Freiraum für was Neues, damit Altes ruhen kann – vielleicht sogar losgelassen werden kann, weil am Ende nicht nichts steht, sondern mich anderes, verwandeltes Leben erwartet.
Ich wünsche uns allen in diesem Sinne ein gesegnetes und gnadenreiches Osterfest und die Freude über den Auferstandenen.