Wieder schlechte Nachrichten aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich in Oberhausen!
Nachdem 2019 die Katholischen Kliniken Oberhausen (KKO) an ein freies Wirtschaftsunternehmen (das seinen Sitz in der Schweiz hat) verkauft wurden, enden die schlechten Nachrichten am Standort Oberhausen nicht.
Schon damals gab es aus anderen Regionen Deutschlands Berichte über die neuen Eigentümer, die Aufhorchen lassen mussten. Die derzeitigen Entwicklungen in Oberhausen zeigen mir, dass die seinerzeitigen Bedenken für den Standort Oberhausen nicht unberechtigt waren.
Die damaligen Verantwortlichen aus dem Bereich der katholischen Kirche, die den Verkauf initiiert und ihm zugestimmt haben, sollten sich heute mal daran erinnern, was sie da in Gang gesetzt haben! Denn sie sind nach meiner Meinung mitverantwortlich für diese Misere.
IDAHOBIT 2023
Ev. und kath. Krankenhaus-Seelsorge im Johanniter-Krankenhaus Oberhausen
Ev. Seelsorgerin Gehrke-Marolt und kath. Seelsorger Wittka am IDAHOBIT mit der Progress-Pride-Flag in der Krankenhaus-Kapelle, (c) Gerd Wittka 2023
Am 17.5. wird jährlich der „Internationale Tag gegen Homo-, Bi- und Transfeindlichkeit“ (IDAHOBIT) begangen. Aus diesem Anlass haben die evangelische und katholische Krankenhaus-Seelsorge im Johanniter-Krankenhaus Oberhausen eine Aktion gestartet und dazu eine Erklärung abgegeben:
Am 17.5. ist der IDAHOBIT, der internationale Tag, der sich gegen Hass gegenüber homo-, bi-, transsexuelle Menschen und Menschen anderer Geschlechtlichkeit und sexueller Orientierung wendet.
Als evangelische und katholische Krankenhaus-Seelsorger:innen im Johanniter-Krankenhaus nehmen wir selbstverständlich auch jene Menschen (Patient:Innen oder Mitarbeiter:innen) in den Blick, die nicht traditionellen Geschlechterrollen und Sexualitäten entsprechen.
Wir setzen uns ein für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt und wollen damit einen Beitrag gegen Hass und Gewalt gegenüber nicht-heterosexuellen Menschen leisten.
Bei uns finden Menschen, gleich welcher Religion, Weltanschauung oder sexuellen oder geschlechtlichen Identität jederzeit eine offene Tür.
Das diesjährige Motto: „Immer zusammen: Vereint in Vielfalt“ will deutlich machen, dass wir in unserem Krankenhaus diese Vielfalt vorfinden. Wir Krankenhaus-Seelsorger:innen erleben diese Vielfalt als Bereicherung im tagtäglichen Miteinander.
Aus der Einladung zum IDAHOBIT 2023
Gottesdienst zum IDAHOBIT
Deshalb haben wir beim „Offenen Mittags-Gebet“ (OMG) am Mittwoch um 13.00 Uhr in der Krankenhaus-Kapelle dieses Anliegen zum Thema gemacht.
Bistum Essen stellt ‚Netzwerk Queer‘ vor
Anlässlich des IDAHOBIT 2023 ist auch das Bistum Essen, mein Arbeitgeber, mit dem neuen ‚Netzwerk Queer‘ an die Öffentlichkeit gegangen. Dieses Netzwerk will unterschiedliche Personen und Gruppierungen zusammen führen, „…um für andere queere Menschen ansprechbar zu sein, gegen Diskriminierung zu kämpfen, die Seelsorge für diese Zielgruppe weiterzuentwickeln und gleichzeitig die Offenheit sichtbar zu machen, die es im Bistum Essen für queere Menschen gibt….“
Ich selber gehöre seit Kurzem diesem Netzwerk an und möchte in diesem Netzwerk den intensiven Austausch pflegen und mich gemeinsam mit anderen Gruppierungen und Personen für Akzeptanz und gegen Hass und Gewalt gegenüber Queer-People wenden.
In diesem Zusammenhang erwarte ich zukünftig noch weitreichendere Initiativen in unserem Bistum.
Für mich muss es auch Ziel sein:
glaubwürdig nach innen und außen zu vertreten, dass dieses Anliegen nachhaltig ist
Menschen in ihrer vielfältigen Sexualität und Geschlechtlichkeit ernst genommen und wertgeschätzt werden
vergangenes Leid aufgearbeitet wird
Wiedergutmachung geleistet wird.
„Warum bist du noch dabei?“
Ich verstehe nur zu gut, dass viele Queer-People, die zu unserer Kirche gehören, ihr in den letzten Monaten und Jahren den Rücken gekehrt haben. Und ihre Beweggründe kann ich ebenfalls gut verstehen. Denn: auch für mich als Seelsorger in der römisch-katholischen Kirche ist es manchmal schier unerträglich, wie ‚meine‘ Kirche mit diesen Themen umgeht.
Manche haben mich in der Vergangenheit gefragt, wie ich noch weiterhin den Dienst in der Kirche tun kann? –
Weil es auch MEINE KIRCHE ist und ich Glied dieser Kirche bin.
Weil ich in der vergangenen Jahren viele wunderbare Menschen in und außerhalb meiner Kirche gefunden habe, die mir Mut machen, bei dieser Thematik nicht locker zu lassen und meiner christlichen Überzeugung Raum zu geben.
Weil ich ermutigt wurde, den ‚langen Atem‘ an den Tag zu legen und gerade in den letzten Monaten sowohl unser Bischof Franz-Josef Overbeck und unser Generalvikar Klaus Pfeffer sich selber mutig und öffentlich für diese Themen einsetzen.
Weil ich es nicht hinnehmen kann, dass die Weltkirche bei diesem Thema Menschen diskriminiert und Leid antut.
Einladung an Queer-People
Deshalb möchte ich heute jene ermutigen, die sich in unserer Kirche irgendwie „queer“ fühlen, sich durch das ‚Netzwerk Queer‘ auch persönlich angesprochen zu fühlen und sich zum Beispiel auch an die verschiedenen Mitglieder aus dem Netzwerk zu wenden, wenn es darum geht, diese Akzeptanz weiter zu fördern.
Ich selber stehe, im Rahmen meiner Qualifikation ‚Geistliche Begleitung‘, persönlich zur Verfügung, wenn jemand die eigene Queerness mit dem christlichen Glauben verbinden möchte und aus diesem Glauben Wege sucht, damit das eigene Leben im vollumfänglichen Sinne gelingen kann.
Was bedeutet die ‚Progress-Pride-Flag‘? – Lies den QR-Code ein und finde die Antwort!
WBO: Top!
Es macht gute Laune, zu recyclen!
Symbolbild – www.pixabay.com
Menschen aus Oberhausen ist die ‚WBO‘ ein Begriff. WBO ist die Abkürzung für ‚Wirtschaftsbetriebe Oberhausen‘. Sie kümmern sich unter anderem um die Müllverarbeitung.
Heute möchte ich ein ganz großes Lob den Mitarbeitenden vom Wertstoffhof an der Buschhausener Str. 142 ausdrücken!
Bei mir hatte sich wieder einiges angesammelt: Sperrmüll in kleinen Mengen, Altbatterien, Elektroschrott, Metallschrott, Sondermüll als Gefahrenstoffe wie Haushalts-Chemikalien und Altakten (teilweise aus den 1990er Jahren).
Foto: www.pixabay.com
Nachdem ich erfahren habe, daß ich letztere auch nach den Bestimmungen der DSGVO dort vernichten lassen kann, war meine nächste große Aktion im heimischen Büro für diesen Jahresanfang klar.
Heute hatte ich dann meinen Hochdachkombi mit den verschiedenen Wertstoffen beladen und fuhr zum Wertstoffhof.
Dort empfing mich ein netter Mitarbeiter und war so hilfsbereit und freundlich, dass er mir das erste Lächeln dieses Tages aufs Gesicht zauberte. In einer sympathischen Leichtigkeit und Entspanntheit erklärte er mir, wo ich die unterschiedlichen Abfälle zu entsorgen hätte.
Auch an den verschiedenen Abfall-Sammelpunkten traf ich gleichermaßen auf freundliche Kollegen.
Dass mir dabei manchmal ein freundliches „Du“ entgegen kam, empfand ich als sympathisch. „Bei der WBO auf Du und Du!“ , kam mir in den Sinn!
Symbolbild – www.pixabay.com
Ja, diese Menschen kümmern sich um unseren Abfall, um unseren Unrat, aber sie machen es dort auf so eine nette und freundliche Art, dass dadurch meine Motivation, Müll zu sammeln, zu trennen und zu entsorgen richtig Spaß bereitet!
Gibt es ein besseres Aushängeschild und bessere Werbung dafür, uns das Recyclen schmackhaft zu machen? – Meine Antwort: „Nein! – Deshalb herzlichen Dank an die netten Typen der WBO in Oberhausen!
Fast bin ich geneigt zu schreiben: Brauchst du mal Freundlichkeit in deinem Leben, dann entsorge deine Wertstoffe bei den Wertstoffhöfen der WBO!
Aus Anlass der Begegnung zwischen den beiden Nationalmannschaften von Ungarn und Deutschland und angesichts der homofeindlichen Politik der Regierung Orbans, hat der katholische Krankenhausseelsorger am Johanniter-Krankenhaus Oberhausen Pastor Gerd Andreas Wittka ein Statement gesetzt.
Seit heute morgen und mindestens bis zum Ende des ‚pride month‘ hängen am katholischen Seelsorgebüro die deutsche Nationalflagge und die rainbowflag friedlich nebeneinander.
Damit will Pastor Wittka ein Zeichen setzen, dass auch innerhalb der römisch-katholischen Kirche in Deutschland der Widerstand gegen Diskriminierung, Homofeindlichkeit, Ausgrenzung und Rassismus weiterhin in Fahrt bleibt!
Pastor Wittka fordert Vertreter:innen der eigenen Kirche in Oberhausen und bistumsweit auf – seien sie haupt- oder ehrenamtlich tätig – zusammen mit unserer Bistumsleitung von Bischof Overbeck und Generalvikar Pfeffer, ein solches Zeichen gegen Menschenfeindlichkeit zu setzen.
Gerade in den Pfarreien und in der Stadt Oberhausen sieht er da noch mächtigen Nachholbedarf!