Gottesdienst-Idee zu Allerheiligen

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In meinem Studium hat uns der damalige Prof. Albert Gerhards mit der Form des Lucernars (Lichtfeier) vertraut gemacht.
Eine verkürzte Form davon möchte ich als Einstieg dieses Jahr für die Gottesdienste zu Allerheiligen verwenden.
Deshalb möchte ich gerne – für Interessierte – diese Form öffentlich machen.


Liturgische Eröffnung:


Beginn mit Lucernar

Der Gottesdienstraum bleibt ohne künstliche Beleuchtung. Die Kerzen auf dem Altar werden nicht entzündet.
Eine (besondere) brennende Kerze (zum Beispiel die Osterkerze) wird zum Einzug mit in die Kirche getragen und auf den Altar gestellt.
Von dort aus werden die Altarkerzen entzündet.


Zum Entzünden der Kerzen:
Z.: Christus, das Licht, erhelle unsere Abende und unsere Dunkelheiten.
(Kerzen werden entzündet!)

Ruf/Lied der Gemeinde:
Lied: „Meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke, mein Licht, …“


Entzünden des Rauchopfers:
Gott im Himmel, unser Gebet sei ein Räucherwerk vor deinem Angesicht, * ein Abendopfer das Erheben meiner Hände.
(nach Psalm 141,2)

Gebet:
Lasset uns beten.

Guter Gott,
die Tage werden kürzer und die Dunkelheit nimmt zu. In diesen Tagen denken wir besonders an die Menschen, die vor uns gelebt haben und die uns jetzt fehlen. Voll Vertrauen legen wir sie in deine Hände und glauben, dass sie bei dir geborgen sind.

Deshalb zünden wir Kerzen an. Ihr Licht erinnert uns an Jesus Christus. Er leuchtet auch dort, wo Trauer, Angst oder Einsamkeit unser Leben verdunkeln. Durch ihn dürfen wir hoffen, dass der Tod nicht das letzte Wort hat und deine Liebe stärker ist als jede Dunkelheit.

So bitten wir dich: Tröste die Trauernden, stärke die Einsamen und schenke uns Zuversicht. Lass dieses Licht für uns ein Zeichen der Hoffnung sein, dass du keinen Menschen vergisst und dein Licht niemals erlischt, durch Christus, unseren Bruder und Herrn.
Amen.

Nach der Predigt kann sich dann ein Kerzenritual anfügen. Jede/r TeilnehmerIn erhält eine Kerze, die sie/er an einer besonderen Kerze (Osterkerze ) einzünden kann und zur Erinnerung an die Verstorbenen in ein ausreichendes Gefäß, das mit Sand gefüllt ist, stellen kann.
(Bitte alle Sicherheitsmaßnahmen für einen ausreichenden Brandschutz beachten!)

Einführung zum Totengedenken:
So wollen wir nun unserer Verstorbenen gedenken. Wir entzünden Kerzen für sie und knüpfen damit ein Zeichen der Verbundenheit: zwischen heute und der Ewigkeit, zwischen unserem Leben und ihrem Leben bei Gott.

Danach Gedenken, dazu gerne bitte erst Stille und dann etwas Musik.
Zum Abschluss noch einen passenden, besinnlichen Text vortragen
Dann geht es weiter mit den Fürbitten.